Geschichte

Geschichte: Fotoband zeigt Merseburg im Wandel der Zeiten

MERSEBURG/MZ - Viele haben lange darauf gewartet - jetzt ist er da, der zweite Band von „Merseburg im Wandel der Zeit“. Er zeigt teils bisher unveröffentlichte Fotos von Straßen und Gebäuden in der Domstadt in der Zeit zwischen 1945 und 1989 und die baulichen Veränderungen, die in dieser Zeit passiert sind. Und da gibt es einiges, denn in diese Zeit fällt auch die sogenannte sozialistische Rekonstruktion, die 1968 begann. Viele alte Häuser sind dabei verschwunden, neue wurden gebaut. Das Gesicht der Stadt hat sich dadurch völlig verändert. So manche fanden es gut, dass sie in eine Neubauwohnung ziehen konnten. So manchen hat aber auch das Herz geblutet, ihr Haus verlassen zu müssen. „Es müssen sich damals viele dramatische Geschichten abgespielt haben“, sagt Susann Höritzsch vom Freundeskreis „Merseburg im Wandel der Zeit“, der das Buch in Zusammenarbeit mit dem Merseburger Kunstverein ...

Von UNDINE FREYBERG 04.12.2013, 14:39

Viele haben lange darauf gewartet - jetzt ist er da, der zweite Band von „Merseburg im Wandel der Zeit“. Er zeigt teils bisher unveröffentlichte Fotos von Straßen und Gebäuden in der Domstadt in der Zeit zwischen 1945 und 1989 und die baulichen Veränderungen, die in dieser Zeit passiert sind. Und da gibt es einiges, denn in diese Zeit fällt auch die sogenannte sozialistische Rekonstruktion, die 1968 begann. Viele alte Häuser sind dabei verschwunden, neue wurden gebaut. Das Gesicht der Stadt hat sich dadurch völlig verändert. So manche fanden es gut, dass sie in eine Neubauwohnung ziehen konnten. So manchen hat aber auch das Herz geblutet, ihr Haus verlassen zu müssen. „Es müssen sich damals viele dramatische Geschichten abgespielt haben“, sagt Susann Höritzsch vom Freundeskreis „Merseburg im Wandel der Zeit“, der das Buch in Zusammenarbeit mit dem Merseburger Kunstverein herausgibt.

Fotos von Klaus Ulrich

Die Fotos dafür stammen zu einem Großteil aus dem Archiv von Klaus Ulrich, der früher für die „Freiheit“ fotografiert hat. Sein Archiv umfasst rund 200.000 Negative aus der Zeit von 1966 bis 1990, die im Kunsthaus Tiefer Keller in den vergangenen drei Jahren digitalisiert und archiviert wurden. Auch Heimatforscher Werner Wolff hat wieder Fotos aus seiner privaten Sammlung zur Verfügung gestellt.

Neu im Band sind zwei Stadtpläne - einer von 1960 und einer von 1980, die die Veränderungen in der Stadt deutlich zeigen, denn so manche Straße ist durch die Reko verschwunden. „Außerdem haben wir ein Verzeichnis der Straßennamen aufgenommen damit die Leute wissen, wie die Straßen früher hießen und wie sie jetzt heißen.“

Das neue Buch ist zum Preis von 18,50 Euro im Kunsthaus Tiefer Keller, im MZ-Service-Center, in der Tourist-Information und im Besucherzentrum von Dom und Schloss erhältlich.