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ErfindungErfindung: Wie der "Merseburger Zauberwürfel" das Leben vereinfachen kann

Von Undine Freyberg 18.12.2017, 07:46
Ein Blick in die Zukunft: Den drei mal drei Zentimeter großen Würfel soll es 2018 in Blau als Sonderedition „Merseburger Zauberwürfel“ geben.
Ein Blick in die Zukunft: Den drei mal drei Zentimeter großen Würfel soll es 2018 in Blau als Sonderedition „Merseburger Zauberwürfel“ geben. Peter Wölk

Merseburg - Normalerweise denkt die Firma Mol Katalysatortechnik in viel größeren Dimensionen. Die Erfindungen der Merseburger sorgen unter anderem dafür, dass sich weltweit bei  Kühltürmen von Kraftwerken, in der Automobilindustrie und in der Wasserwirtschaft kein Biofilm entwickelt und alles schön sauber bleibt.
Jetzt bietet die Firma erstmals etwas für jeden Haushalt an. Die neueste Produktentwicklung ist ein kleiner weißer Würfel namens „Mol Lik Cube Home“, der für die Anwendung im Geschirrspüler gedacht ist.

„Damit greifen wir die häufigsten Probleme an und verbannen damit Gerüche, Rostflecken und natürlich auch Kalk aus der Spülmaschine - und das ohne chemische Zusätze“, sagt Christoph Koppe. Der 28-Jährige hatte das Verfahren vor zehn Jahren entdeckt und gemeinsam mit seinem Bruder Jan in der Firma seines Vaters Jürgen Koppe zur Perfektion gebracht.

Der kleine Würfel wird einfach in den Besteckkorb gelegt

„Der kleine Würfel wird einfach in den Besteckkorb gelegt und entwickelt von dort aus seine Wirkung.“ Das schone nicht nur den Geldbeutel, sondern entlaste auch die Umwelt, da weniger Salz, Klarspüler und  Reinigungsmittel benötigt würden. 100 Leute haben den Würfel bereits getestet und bewertet, bevor er in den Verkauf ging. „Manche haben uns ganz begeistert berichtet, dass selbst ihr Plastik-Geschirr aus DDR-Zeiten wieder richtig schick aussieht“, lächelt Christoph Koppe.

Der Würfel verbrauche sich nicht und könne deshalb über mehrere Jahre hinweg eingesetzt werden. 2018 soll es eine blaue und limitierte Sonderedition als „Merseburger Zauberwürfel“ geben.

Entwicklung und dem Vertrieb des Merseburger Zauberwürfels

„Die durchweg positiven Rückmeldungen haben uns in diesem Entwicklungsschritt bestätigt“ sagen Jens Linck, Christoph Koppe und Sören Prüß, die gemeinsam an der Entwicklung und dem Vertrieb des Würfels gearbeitet haben, unisono. „Wir haben den Würfel auch schon mal in einen völlig verkalkten Wasserkocher getan - 120 Grad hält er bedenkenlos aus - und der Kalk ist verschwunden“, erzählt Linck.

Das Mol-Lik-Verfahren ist eine mehrfach ausgezeichnete, biozidfreie Technologie zur strukturellen Behandlung von Wasser. Herzstück der Technologie ist ein in Merseburg entwickelter Katalysator in Form von Mineral-Metall-Folien. Der Würfel ist bereits über Amazon erhältlich, kann aber auch in Merseburg gekauft werden. „Wir haben den Würfel für 39,99 Euro in unserem Shop“, sagt Ruthard Ködel, der Chef der ISL-Industriehandel & Service GmbH (Am Airpark 4).

Gewinnspiel mit dem Betreff „Verlosung Würfel“

Die Mitteldeutsche Zeitung gibt zehn Lesern ebenfalls die Chance, den Würfel zu testen (und ihre Erfahrungen anonym in einen Fragebogen einzutragen) und verlost zehn Stück. Bitte schicken Sie uns ein Foto vom dramatischen Zustand ihres Geschirrspülers und sagen Sie uns, warum gerade Sie Hilfe beim Kampf gegen Kalk, Rost oder Gerüche in ihrem Haushaltsgerät brauchen.

Wenn Sie gewinnen möchten, schicken Sie bitte bis 21. Dezember eine Mail mit dem Betreff „Verlosung Würfel“  sowie Name, Anschrift und besagtem Foto an [email protected]. Die Namen der Gewinner werden veröffentlicht. Die Gewinner können sich dann ihren Würfel plus Fragebogen in der Redaktion abholen. (mz)