Bürger fordert Ersatzpflanzungen Bürger fordert Ersatzpflanzungen: Wie weiter mit dem Rosengarten?

Merseburg - Lutz Brückner liebt Rosen - und auch den Merseburger Rosengarten. Seit Januar 2016 bemüht sich der bekannte Stadtführer, den Rosengarten am Gotthardteich ins Gedächtnis der Merseburger zurückzurufen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten hat er bereits mehrfach im Rosengarten Hand angelegt, um das Grünflächenamt zu unterstützen.
„Was mir gelungen ist“, sagt Brückner, „ist, das Interesse einiger Merseburger zu wecken.“ Und die Works gGmbH rücke gemeinsam mit Kursteilnehmern dem Unkraut zu Leibe. „Was mir nicht gelungen ist, ist, die Verödung des Rosengartens aufzuhalten. Es wurden bisher keine Nachpflanzungen in Aussicht gestellt und es gibt kein klares Bekenntnis der Stadt zum Rosengarten.“
Über das Förderprogramm „Sachsen-Anhalt Regio“ könnte Geld für den Rosengarten beantragt werden
Sein Vorschlag: Über das Förderprogramm „Sachsen-Anhalt Regio“ könnte Geld für den Rosengarten beantragt werden. Außerdem könnte die Stadt doch bei ihren beiden Fördermittelanträgen für „Kulturschatz Merseburg“ und „ Stadtmarketing Merseburg“ mit gutem Willen Rosengarten im Rahmen des „Grünen Bandes von Merseburg“ hineininterpretieren. Brückner: „Ich fasse zusammen: Geld wäre da und Bürger helfen mit.“
Brückner hatte sich mit seinem Anliegen auch an die Stadt gewandt. Die Sache mit dem Geld sieht man dort allerdings anders. „Es gibt leider kein Fördermittelprogramm, aus dem wir Geld für den Rosengarten bekommen könnten, und Ersatzpflanzungen aus städtischen Mitteln sind im Augenblick aufgrund der finanziellen Situation nicht möglich“, erklärt Bürgermeister Bellay Gatzlaff auf Anfrage der MZ.
„Allerdings freuen wir uns sehr über derartiges bürgerschaftliches Engagement.“ Man könnte sich in Absprache mit dem Grünflächenamt zum Beispiel Patenschaften vorstellen. Gatzlaff: „Und ganz klar - wir möchten den Rosengarten natürlich erhalten. (mz)