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BILDUNG: Kreis fordert Bekenntnis von Regierung

Merseburg - Der Saalekreis stellt sich hinter Forderungen zur langfristigen Sicherung der Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt. Die wird derzeit über ein EU-Programm gefördert, dass 2020 ausläuft. Wie es danach weitergeht, ist derzeit noch unklar. In einem offenen Brief fordert deshalb nun der Jugendhilfeausschuss des Kreises, dass auch nach Ablauf der EU-Förderung 2020 ein „sicher finanziertes und bedarfsgerechtes Angebot der Schulsozialarbeit für alles Schulformen“ bereitstehen soll. Die Landesregierung solle ein verbindliches Bekenntnis zur nahtlosen Weiterführung abgeben. Der Jugendhilfeausschuss erklärte, man unterstützte die landesweite Resolution „Schulsozialarbeit dauerhaft ...

Von Robert Briest

Der Saalekreis stellt sich hinter Forderungen zur langfristigen Sicherung der Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt. Die wird derzeit über ein EU-Programm gefördert, dass 2020 ausläuft. Wie es danach weitergeht, ist derzeit noch unklar. In einem offenen Brief fordert deshalb nun der Jugendhilfeausschuss des Kreises, dass auch nach Ablauf der EU-Förderung 2020 ein „sicher finanziertes und bedarfsgerechtes Angebot der Schulsozialarbeit für alles Schulformen“ bereitstehen soll. Die Landesregierung solle ein verbindliches Bekenntnis zur nahtlosen Weiterführung abgeben. Der Jugendhilfeausschuss erklärte, man unterstützte die landesweite Resolution „Schulsozialarbeit dauerhaft verankern!“.

Nach Ansicht der Mitglieder hat sich das seit 2008 bestehende Angebot bewährt und professionalisiert. „Durch das professionelle Wirken der Schulsozialarbeiter und ein vernetztes Arbeiten sind viele positive Entwicklungen ermöglicht worden“, heißt es in dem Schreiben. Als Beispiel nennen die Autoren, dass sich mit Hilfe der Schulsozialarbeit Schulverweigerung frühzeitig erkennen lasse und Schule und Jugendhilfe so früh Unterstützung leisten könnten, was dem Kreis spätere Transferleistungen ersparen könne. Die Ausschussmitglieder sehen die Schulsozialarbeiter zudem als wichtige „Brückenbauer“ zwischen Schule, Eltern und Jugendhilfe. Linken-Politiker Michael Finger sieht das Land in der Pflicht die Schulsozialarbeit weiter zu unterstützen.

Derzeit arbeiten im Saalekreis etwa drei Dutzend Schulsozialarbeiter. Dass diese bleiben, wünscht sich auch die Kreisverwaltung. Die Verstetigung der Schulsozialarbeit sei notwendig, sagte Jugendamtsleiterin Antje Springer. Landrat Frank Bannert (CDU, hält den Erhalt der Schulsozialarbeit „vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Veränderungen und sozialen Anforderungen an den Schulen auch im Saalekreis“ für wichtig: „Ich appelliere an die Landespolitik, sich dringend des Themas anzunehmen und die Finanzierung langfristig über 2020 hinaus sicherzustellen.“

(mz)