Angriff in Merseburg

Angriff in Merseburg: Fußballteam des verprügelten Afrikaners geschockt

Krumpa - Der Angriff auf einen Afrikaner und seine Familie in Merseburg hat auch eine Fußballmannschaft aus Krumpa tief getroffen. Seit vielen Jahren tritt der 44-jährige Mann aus Liberia nämlich beim KSV Lützkendorf gegen den Ball. Der Trainer des Teams aus der Kreisklasse, Marco Brandt, erklärte, dass die Teamkameraden des Opfers erschreckt gewesen seien, über die Brutalität der Attacke, bei der nicht nur der Mann, sondern auch dessen deutsche Lebensgefährtin und deren Enkelkind durch einen Schlagstock und einen Schlagring verletzt ...

Von Michael Bertram 12.10.2016, 12:07

Der Angriff auf einen Afrikaner und seine Familie in Merseburg hat auch eine Fußballmannschaft aus Krumpa tief getroffen. Seit vielen Jahren tritt der 44-jährige Mann aus Liberia nämlich beim KSV Lützkendorf gegen den Ball. Der Trainer des Teams aus der Kreisklasse, Marco Brandt, erklärte, dass die Teamkameraden des Opfers erschreckt gewesen seien, über die Brutalität der Attacke, bei der nicht nur der Mann, sondern auch dessen deutsche Lebensgefährtin und deren Enkelkind durch einen Schlagstock und einen Schlagring verletzt wurden.

Dabei hätten viele der Fußballer aus Krumpa bereits ähnliche Erfahrungen gemacht, denn aufgrund der Nähe zu einem Asylbewerberheim spielen beim KSV Lützkendorf verschiedenste Nationalitäten miteinander Fußball, unter ihnen etwa Männer aus Syrien oder Mali. „Dass sie angepöbelt oder auch mal angegriffen wurden, erzählen meine Spieler regelmäßig“, sagt ihr Trainer. „Mir ist die Nationalität eines Spielers doch völlig egal, es muss einfach nur menschlich passen“, sagt Marco Brandt. (mz)