Am Bahnhof Merseburg

Am Bahnhof Merseburg: Polizei sucht nach Opfer von jugendlichen Schlägern

Merseburg - Aufregung am Neujahrsabend am Merseburger Bahnhof: Wie die zuständige Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, wurden die Beamten am Mittwoch gegen 19.20 Uhr über eine Personengruppe im Bahnhof informiert, die Reisende belästigen ...

Von Michael Bertram 02.01.2020, 15:30

Aufregung am Neujahrsabend am Merseburger Bahnhof: Wie die zuständige Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, wurden die Beamten am Mittwoch gegen 19.20 Uhr über eine Personengruppe im Bahnhof informiert, die Reisende belästigen soll.

Daraufhin eilte sowohl eine Streife des örtlichen Polizeireviers als auch eine Streife der Bundespolizei zum Bahnhof. Dort stellten die Polizisten fest, dass zwei 13 und 17 Jahre alte Jugendliche nicht nur Reisende verbal belästigten. Wie es im Polizeibericht hieß, sollen sie aus einer Gruppe heraus auch einen derzeit unbekannten Mann geschlagen haben.

Die beiden Schläger wurden nach Halle gebracht

Ein couragierter 50-jähriger Mann, der aus der Unterführung in die Haupthalle des Bahnhofes kam, wollte dies unterbinden und wurde durch die beiden Syrer mittels Drohgebärden genötigt, den Bahnhof zu verlassen.

Die beiden Schläger wurden zur Dienststelle der Bundespolizei nach Halle gebracht. Des Weiteren erteilten die vor Ort geeilten Bundespolizisten gegen die Personengruppe insgesamt zehn Platzverweise für den Merseburger Bahnhof. Denen kamen die Störer nach.

Ermittlungen wegen Beleidigungen, Körperverletzung und Nötigung

Die Bundespolizei hat in der Folge Ermittlungen wegen Beleidigungen, Körperverletzung und Nötigung aufgenommen. Die Ermittler bitten zudem das Opfer, das von den beiden Jugendlichen geschlagen worden war, sich zu melden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 17-Jährige zu einem Erziehungsberechtigten gebracht.

Da am Wohnort des 13-Jährigen kein Verantwortlicher angetroffen werden konnte, übergaben die Bundespolizisten ihn zunächst an einen Kindernotdienst, der den Jungen in Obhut nahm.

›› Das gesuchte Opfer kann sich bei der Bundespolizeiinspektion Magdeburg unter Tel. 0391/56549555 oder an deren kostenfreien Hotline unter 0800/6888000 melden. (mz)