Betrugsmasche oder nicht? Doch keine gefälschten DHL-Paketscheine? Warum das Unternehmen Entwarnung gibt
Bilder von ihnen kursieren in zahlreichen sozialen Netzwerken, und auch DHL und Polizei warnten vor gefälschten Paketabholkarten. Doch ist die Betrugsmasche wirklich aktuell? Warum DHL Entwarnung gibt.

Magdeburg. – Nachdem in Magdeburg vermeintlich gefälschte Abholzettel für Pakete aufgetaucht sein sollen, hatten Polizei und DHL in der vergangenen Woche vor einer Betrugsmasche gewarnt. Diese Warnung hat sich inzwischen jedoch als falsch herausgestellt.
Gefälschte Paketbenachrichtigungen: DHL widerruft Warnung
Laut dem MDR hat DHL die gemeldeten Fälle inzwischen überprüft. Dabei habe sich herausgestellt, dass es sich um eine Falschmeldung handele, so der Sender. „Es handelt sich hier nicht um eine Betrugsmasche“, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber dem MDR.
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Am Mittwoch hatte die Polizei Magdeburg davor gewarnt, dass in zahlreichen Briefkästen angeblich gefälschte Abholzettel mit QR-Codes gefunden worden seien. Diese sollten den Angaben zufolge den Eindruck erwecken, eine Paketsendung habe nicht zugestellt werden können.
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Die Polizei warnte vor Betrügern, die versuchen würden, an persönliche Daten zu gelangen oder Empfänger dazu zu bewegen, kostenpflichtige Telefonnummern anzurufen. Auch DHL hatte zunächst eine entsprechende Warnung veröffentlicht.
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Gefälschte DHL-Benachrichtigungen in sozialen Medien verbreitet
Auslöser war eine in sozialen Netzwerken verbreitete Abbildung einer mutmaßlich gefälschten DHL-Benachrichtigungskarte. Nach erneuter Prüfung erklärte das Unternehmen nun, dass die auf dem Bild enthaltenen QR-Codes auf offizielle Subdomains von dhl.com führten und lediglich zur Abfrage eines sogenannten Z-Codes zur Sendungszuordnung dienten. Persönliche Daten würden dabei nicht abgefragt.
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Ungeachtet der Klarstellung von DHL bleibt die Polizei Magdeburg bei ihrer Warnung. Wie eine Sprecherin gegenüber dem MDR erklärte, bezieht sich der Hinweis nicht ausschließlich auf DHL. Er sei als allgemeiner Präventionsaufruf zu verstehen. Bürger sollten grundsätzlich vorsichtig im Umgang mit ihren persönlichen Daten sein.