Verdacht auf Buttersäure

Verdacht auf Buttersäure: AfD-Büro in Köthen wurde erneut angegriffen

Köthen - In der Nacht zum 26. Juni demolierten bislang unbekannte Täter das Abgeordnetenbüro des Landtagsmitglieds der AfD, Hannes Loth, in Köthen. Sie zerstörten das Schaufenster in der Halleschen Straße und auch die Scheiben im Hauseingang. Durch ein großes Loch in diesem Panzerglas warfen sie vermutlich ...

26.06.2020, 09:57

In der Nacht zum 26. Juni demolierten bislang unbekannte Täter das Abgeordnetenbüro des Landtagsmitglieds der AfD, Hannes Loth, in Köthen. Sie zerstörten das Schaufenster in der Halleschen Straße und auch die Scheiben im Hauseingang. Durch ein großes Loch in diesem Panzerglas warfen sie vermutlich Buttersäure.

Ein Anwohner hatte gegen 1 Uhr nachts klirrende Scheiben gehört und daraufhin die Polizei alarmiert. Als diese anrückte, sah er zwei Personen vom Loth-Büro in Richtung gegenüberliegenden Friedenspark flüchten. Loth war in der Nacht von der Polizei aus dem Schlaf geklingelt worden.

Loth nahm bei Betreten des Büros eine überreichende Flüssigkeit wahr

„Es ist der dritte Angriff der schweren Art auf mein Büro. Auch andere Parteikollegen hatten mal mit Übergriffen auf ihre Büros zu tun, aber nicht so massiv, wie das in Köthen passiert“, erklärte Loth am Morgen gegenüber der MZ. Die Beamten in der Nacht hatten lediglich die kaputten Scheiben festgestellt, die laut Polizeisprecher Michael Däumich einer Schadenssummer von 2.500 Euro entsprechen.

Erst als Loth am Morgen die vorerst nicht mehr nutzbaren Räume betrat, nahm er die übelriechende Flüssigkeit wahr. Daraufhin informierte er noch einmal die Kriminalpolizei, die dann noch Proben von der im Büro verteilten Substanz zur Analyse mitgenommen hat.

Ein Ergebnis solle laut Loth erst in rund einem Monat feststehen. Loth selbst macht in diesem Fall nun Druck: „Mir reicht es jetzt. Die Versicherung hat mir schon beim letzten Mal angedroht, dass sie die Schäden nicht mehr übernimmt. Ich setze für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 1.000 Euro aus.“ (mz)