Cyberangriff

Hackerattacke auf Hochschule Anhalt - Alle Verbindungen nach außen kurzfristig getrennt

Das Virschutzsystem hat einen Sicherheitsvorfall gemeldet: Dabei entging die Hochschule offenbar nur knapp einem größeren Schaden.

Aktualisiert: 25.02.2022, 15:39
Die Hochschule Anhalt
Die Hochschule Anhalt (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Köthen/MZ - Die Hochschule Anhalt ist am Donnerstag ganz offensichtlich Ziel einer Hacker-Attacke gewesen. Nur dank des Herunterfahrens aller Systeme binnen kürzester Zeit und entschlossenem Handeln der eigenen IT-Abteilung konnte ein größerer Schaden für die wissenschaftliche Einrichtung verhindert werden. Nach Hinweisen in sozialen Medien waren alle Studierenden und Mitarbeiter in einer E-Mail, die der MZ vorliegt, darauf aufmerksam gemacht worden, dass ab Donnerstagmittag alle Netzverbindungen nach außen wegen eines „Sicherheitsvorfalls“ getrennt werden müssen.

Auf MZ-Nachfrage bestätigte Hochschul-Präsident Prof. Jörg Bagdahn den Vorfall. „Unser Virenschutzsystem hat am Donnerstag einen Sicherheitsvorfall in einem sehr frühen Stadium detektiert. Die IT-Sicherheitsvorkehrungen der Hochschule Anhalt haben sofort gegriffen, dass System der Hochschule wurde kurzfristig abgeschaltet“, erklärte Bagdahn. „Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt von keinen weiteren Auswirkungen aus.“

Nach der internen Information der Hochschule wurden alle Systeme kurzzeitig herunter- und dann auch wieder angefahren, „bis die Suche nach der Quelle des Übels erfolgreich war. Der genaue Zeitraum für die Suche ist nicht zu bestimmen. Wir rechnen jedoch mit Einschränkungen in den folgenden zwei bis drei Stunden. Aktuell scheinen noch keine größeren Auswirkungen erfolgt zu sein. Der Angriff ist jedoch eine Türöffner-Attacke, die im Ansatz unterbunden werden muss, um größeren Schaden zu vermeiden“, war in der Mail an Studierende und Mitarbeiter zu lesen.