Belastetes Wasser im Altkreis Köthen

Belastetes Wasser im Altkreis Köthen: In Proben wurden zu hohe Nitratwerte festgestellt

Köthen - Das Wasser in Teilen Köthens und einigen Orten der Region ist wegen der Überschreitung von Grenzwerten der Wasserverordnung nicht zum Trinken geeignet. Bei Brunnenproben hat der VSR-Gewässerschutz zu hohe Nitratwerte im Grundwasser festgestellt. In der Hälfte der Proben lag die Nitratkonzentration über dem Grenzwert von 50 Milligramm pro ...

Lina Remme und Harald Gülzow untersuchen Wasserproben.

Das Wasser in Teilen Köthens und einigen Orten der Region ist wegen der Überschreitung von Grenzwerten der Wasserverordnung nicht zum Trinken geeignet. Bei Brunnenproben hat der VSR-Gewässerschutz zu hohe Nitratwerte im Grundwasser festgestellt. In der Hälfte der Proben lag die Nitratkonzentration über dem Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter.

Insgesamt 31 Wasserproben aus privat genutzten Brunnen nahmen Lina Remme, Mitarbeiterin im Bundesfreiwilligendienst, und Harald Gülzow, Projektleiter, aus dem Raum Köthen - Osternienburg - Zörbig für die Untersuchung entgegen. Ein Grund für die hohen Belastungen sei die intensive Landwirtschaft. Diese habe sich in den letzten zehn Jahren immer weiter ausgebreitet, so eine Mitteilung. Gleichzeitig habe der ökologische Landbau kaum wachsen können.

Mit Nitrat stark verschmutze Brunnen in Massdorf, Bassdorf, Köthen und Elsnigk

Der VSR-Gewässerschutz rät Gemeinden und Kreisen dazu, ihre landwirtschaftlichen Flächen nur noch ökologisch bewirtschaften zu lassen. Der VSR fand bei den Untersuchungen 187 Milligramm Nitrat pro Liter in einem privat genutzten Brunnen in Maasdorf.

Weitere mit Nitraten stark verschmutzten Brunnen stellten die Umweltschützer in Schortewitz mit 105 Milligramm pro Liter (mg/l), in Baasdorf (95 mg/l), in Köthen (102 mg/l) und in Elsnigk (113 mg/l) fest. (mz)

Bürger können dem Verein eine Wasserprobe mit der Post zusenden. Informationen auf der Homepage: www.vsr-gewässerschutz.de/analyse