Olympische Nacht Olympia 1980: Speerwerfer Detlef Fuhrmann erinnert sich an dramatisches Finale in Moskau
Speerwerfer Detlef Fuhrmann aus Elster erzählt von seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen 1980 in Moskau, Enttäuschungen und Doping. Welche Blicke er niemals vergisst.

Elster/MZ. - Wer im Finale steht, hat das Schlimmste überstanden. Speerwerfer Detlef Fuhrmann kann sich noch an jedes Detail erinnern. Er habe, erinnert sich der spätere Siebtplatzierte, renommierte Sportler erlebt, die unter psychischem Druck den Speer wie ein Anfänger geworfen haben und bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau weit unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Nach geschaffter Qualifikation – die zwölf besten Athleten qualifizieren sich für die Endrunde – marschiert Fuhrmann, der in Elster lebt, mit den weiteren Medaillenkandidaten in das Stadion ein. Dieser Moment treibt ihm selbst 46 Jahre später die Tränen in die Augen. „Wir sind durch einen Tunnel gegangen. Da hörst die 80.000 Besucher im Stadion toben. Da haben einige weiche Knie bekommen.“
