Gymnasium Jessen

Gymnasium Jessen: Zeugnisübergabe an die Abiturienten

Jessen - Am Gymnasium in Jessen werden die Zeugnisse an 57 Abiturienten übergeben. Zwei davon haben eine 1,3 als Notenschnitt.

Von Detlef Mayer 24.06.2019, 10:34

„Für einige ist es der Abschied von einer stressigen Zeit. Andere fragen sich, was ist Stress.“ Reden wurden am Samstag bei der feierlichen Zeugnisübergabe an die Abiturienten im Jessener Gymnasium mehrere gehalten. Die spritzigste kam von den beiden Vertretern der gewesenen Zwölften.

Laura Marx und Willi Volgmann hatten die Lacher immer wieder auf ihrer Seite. Zum Beispiel, wenn sie anmerkten: „Alles in allem hatten wir hier mehr Spaß, als wir hätten haben sollen.“ Oder: „Mit Lehrern ist das wie mit der Familie, man kann sie sich nicht aussuchen, aber am Ende des Tages ist es schön, dass man sie hat.“

Ganz besondere Zeit

Willi Volgmann übernahm die Danksagung der Absolventen an ihre Pädagogen. „Vor allem die Lehrkräfte haben die Zeit zu einer besonderen gemacht“, meinte er und spielte damit hintersinnig auch auf die Marotten Einzelner an. Doch: „Sie waren nicht nur Lehrer, sondern gleichzeitig Vertrauenspersonen.“

Augenzwinkernd sprach Willi Volgmann von „Freunden, die wir nicht ganz freiwillig geworden sind“. Laura Marx dankte den Eltern für ihren Beistand. Sie hätten sich manchmal ein oder gar beide Beine ausgerissen, um den Kindern ihre Wünsche zu erfüllen.

Ebenfalls ein Dankeschön ging an alle Mitabiturienten: „Wir waren ein verdammt cooler Jahrgang!“ Auf die vielen schönen Erinnerungen wollte man am Abend beim Abi-Ball in der Klödener Elbaue-Halle gemeinsam einen Schnaps heben.

Laut Schulleiterin Monika Kaufhold zählt der aktuelle Jahrgang 57 Abiturienten. „Zwei von ihnen können einen Notendurchschnitt von 1,3 vorweisen.“ Weiter ins Detail zu gehen, erlaube ihr die Datenschutzgrundverordnung nicht, ließ sie, begleitet von Gelächter im vollen Forum, wissen. Dort saßen übrigens auch Landrat Jürgen Dannenberg sowie die Bürgermeister von Annaburg, Jessen und Zahna-Elster.

Die Zeugnisübergabe an die Abiturienten erfolgte gruppenweise durch Schulleiterin, Oberstufenkoordinatorin Dr. Ute Simon und den jeweiligen Tutor. Von denen gab es drei: Petra Klemmed, Claudia Buchmann und Helge Letz. Für eine fröhliche Komponente sorgten dabei die sieben Blumenkinder der Klasse 5c um Lehrerin Kristina Schwager.

Preis vom Förderverein

Deike Gottwald als Vorsitzende des Schulfördervereins würdigte den besten Abiturienten. Die mit 250 Euro dotierte Ehrung ging an Robert Opitz. Über ihn sagte sie: „Sein Auftreten ist respektvoll und kameradschaftlich, er ist hilfsbereit, kritisch und konstruktiv. Er war ein auffälliger Schüler - im positiven Sinne... Sein besonderes Interesse gilt den Zahlen sowie den Computer- und Naturwissenschaften, vor allem aber der Physik.“

Deshalb verwundert es nicht, dass Robert Opitz obendrein den Abiturpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft samt Buchgeschenk und kostenloser Jahresmitgliedschaft erhielt.

Ebenfalls geehrt wurden besonders leistungsstarke bzw. engagierte Absolventen, z.B. Schülersprecherin Laura Marx, sie ist auch auf Kreis- und Landesebene aktiv gewesen, sowie die Ausscheidenden aus Chor und Theatergruppe, ebenso einige Elternvertreter.

Mit einem eindringlichen Appell entließ Monika Kaufhold die Jessener Abiturienten: „Ich fordere Sie auf, bringen Sie sich in das Leben der Menschen ein. Tragen Sie bei zur weiteren Entwicklung und friedlichen Nutzung des wissenschaftlichen Fortschritts. Forschen und entdecken Sie. Üben Sie Achtung, Anerkennung und Toleranz gegenüber anderen Menschen. Lösen Sie Probleme, indem Sie vorher gründlich nachdenken. Rohe Gewalt, Beschimpfungen oder Beleidigungen, Missachtung, Neid und Hass sind keinesfalls die richtigen Lösungsansätze.“ (mz)