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Brände in Jessen im MDR"Kripo live" berichtet über schwere Feuer in Buschkuhnsdorf: Neue Details bekannt

Nachdem in Buschkuhnsdorf mehrere Brände gelegt worden sind, berichtete nun auch die MDR-Sendung "Kripo Live" darüber. Um den oder die mutmaßlichen Täter zu finden, wurden 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Von Arne Birger Jeske Aktualisiert: 07.02.2024, 09:46
Buschkuhnsdorf: Einsatz der Feuerwehr beim Brand am 13. Januar auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Holzdorf.
Buschkuhnsdorf: Einsatz der Feuerwehr beim Brand am 13. Januar auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Holzdorf. Foto: Feuerwehr Schweinitz

Buschkuhnsdorf/DUR. - In Buschkuhdorf, einem Ortsteil von Jessen, ist es am 13. und am 16. Januar 2024 zu schweren Bränden gekommen. Beide Male wurde auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Holzdorf Feuer gelegt. Die Vorfälle präsentierte nun auch die MDR-Sendung "Kripo Live". In der Hoffnung, den oder die mutmaßlichen Täter zu finden, wurde außerdem eine Belohnung ausgesetzt.

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Zwei Brände in Jessen am 13. und am 15. Januar

Laut Polizei zündeten am Samstag, dem 13. Januar, ein oder mehrere unbekannte Täter im Vorbau eines Kälberstalls das Futter und Einstreumittel an. Das gelegte Feuer brach gegen 23 Uhr aus und griff auf das nächste Gebäude über. Dort waren rund 90 Kälber untergebracht.

Zum Glück konnten alle Tiere bei dem Vorfall unbeschadet in Sicherheit gebracht werden. An dem Einsatz waren sieben Feuerwehren mit 75 Leuten knapp zwei Stunden beteiligt. Der Schaden belief sich laut Polizei auf rund 50.000 Euro.

Kurz nach dem ersten Vorfall brannte es am Montag, dem 15. Januar, erneut auf dem Geländer der Agrargenossenschaft Holzdorf. Erneut wurde gegen 23 Uhr ein Feuer gelegt. Rund 800 Strohballen mit je 500 Kilogramm fingen dabei Feuer. Dadurch brannte die große Lagerhalle zum größten Teil ab. In der Nacht zum Dienstag waren deswegen etwa 100 Feuerwehrleute bis zum nächsten Tag im Dauereinsatz.

Feuerwehrmann rettet Kalb aus Güllegrube

Da bei dem ersten Brand am 13. Januar die Kälber freigelassen werden mussten, fiel eines der Tiere in Panik in eine Güllegrube. Bei dem Versuch, das Tier zu retten, fiel einer der Feuerwehrleute hinterher. Doch durch den selbstlosen Einsatz des Helfers konnte das Tier aus der Misere gerettet werden. Der Feuerwehrmann zog sich dabei allerdings eine Verletzung zu und musste über Nacht im Krankenhaus bleiben.

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Brandstiftung als Ursache angegeben

Wie die Polizei in der Sendung des MDR erneut bestätigte, wird wegen Brandstiftung in beiden Fällen ermittelt. Cornelia Dieke von der Polizeidirektion Wittenberg erklärte gegenüber dem MDR: "Es wurden keine technischen Ursachen oder Selbstentzündung festgestellt, sodass die Ermittler von menschlicher Verursachung ausgehen." Aktuell würden die Brandreste im Landeskriminalamt untersucht. Die Ergebnisse dazu stünden allerdings noch aus, sagte Dieke beim MDR.

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Polizei hofft weiterhin auf Hilfe der Bürger

Durch die Brände erlitt die Genossenschaft erheblichen Sachschaden. Nicht nur, dass die Gebäude abbrannten, es gingen auch einige landwirtschaftliche Maschinen verloren.  Polizei und Staatsanwaltschaft gaben an, dass der Schaden etwa eine Million Euro beträgt.

Wer Hinweise zu den Vorfällen geben kann, möge sich bitte an das Polizeirevier Wittenberg richten. Die Telefonnummer lautet 03491/4690. Hinweise per E-Mail bitte an [email protected].