Schulbeginn

Aus dem Runden ins Enge

Wenn der Unterricht nach den Ferien anläuft, hat das Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Wie der erste Tag in Jessen gelaufen ist.

Von Frank Grommisch
Im großen Jessener Kreisverkehr müssen Kraftfahrer seit dem Schulstart wieder mit deutlich mehr Radfahrern und auch Fußgängern rechnen.
Im großen Jessener Kreisverkehr müssen Kraftfahrer seit dem Schulstart wieder mit deutlich mehr Radfahrern und auch Fußgängern rechnen. (Foto: Grommisch)

Jessen - Dass am Donnerstag die Schule wieder begonnen hat, das haben Kraftfahrer am Morgen spätestens bemerkt, als sie am großen Kreisverkehr in Jessen länger als in den vergangenen Tagen warten mussten. Denn das Verkehrsaufkommen war deutlich höher, durch Radfahrer, Fußgänger, Mopedfahrer, Schulbusse und natürlich Pkw, die von Eltern gesteuert wurden, weil sie ihre Sprösslinge zu Bildungseinrichtungen brachten.

Auch wenn sich der Kreisel „langsamer drehte“, größere Probleme gab es nicht. Mit Vorsicht und Geduld haben die meisten die neue Situation gemeistert. Und andere, die meinten, sie können schnell durch das Rund huschen, mussten feststellen, dass es zuweilen noch länger dauert, wenn sie die Überwege für Radler und Fußgänger zustellen.

Zwei kritische Punkte

Doch die Schulwege in Jessen weisen zwei vor allem neuralgische Punkte auf. Neben dem Kreisverkehr ist das die Alte Gorsdorfer Straße. Durch sie bewegen sich viele, die zur Grundschule „Max Lingner“ und zum Gymnasium möchten. Zuweilen war der Verkehr aufgrund der vielen, die durch dieses Nadelöhr wollten, so dicht, dass er wie ein zäher Brei wirkte, der eben nur langsam vorwärts kam. An der Zufahrt vom Kreisel in diesen verkehrsberuhigten Bereich standen etliche Transporter und Pkw vor dem Hotel. Ein Stück weiter befindet sich eine kleine Baustelle und - Neuerung - erstmals ist die neue Geschwindigkeitsmessanlage der Stadt in der Alten Gorsdorfer Straße installiert. Wenn es denn mal halbwegs rollte, leuchtete fast immer das rote Ärger-Smiley. Das zeigte sich, wenn schneller als sieben Kilometer pro Stunde gefahren werde. Darauf sei die Anlage eingestellt, erläuterte Raymond Kuhlert vom Jessener Ordnungsamt, der gemeinsam mit Laura Brandauer aufmerksam das Gewusel beobachtete. Raymond Kuhlert hätte sich gewünscht, dass mehr Kraftfahrer auf das blinkende Signal reagiert und ihr Tempo weiter gedrosselt hätten.

Wirkung gezeigt

„Schrittgeschwindigkeit ist Schrittgeschwindigkeit“, sagte Polizeihauptmeisterin Silke Kania. Daran gebe es nichts zu deuteln. Gemeinsam mit Polizeikommissar Daniel Zimmermann stand sie am direkten Zugang zur Lingner-Schule. „Es war viel los, aber es ist gut gelaufen.“ Wahrscheinlich hat die Präsenz der Polizei hier ihre Wirkung gezeigt. Ein Mopedfahrer, der wohl nicht so genau hingeschaut hat, wurde von Daniel Zimmermann darauf hingewiesen, sein Tempo zu drosseln.

Auch in den nächsten Tagen gibt es vor Schulen Kontrollen. Und die Geschwindigkeitsmessanlage in der Alten Gorsdorfer Straße wird weiter blinken. Ob in Grün oder Rot - die Kraftfahrer bestimmen das. Im Interesse der Sicherheit sollte eine Farbe allerdings dominant sein.

In der Alten Gorsdorfer Straße ist es am Donnerstagmorgen wieder sehr eng zugegangen. Die neue Geschwindigkeitsmessanlage der Stadt hat zum Langsamfahren ermahnt.
In der Alten Gorsdorfer Straße ist es am Donnerstagmorgen wieder sehr eng zugegangen. Die neue Geschwindigkeitsmessanlage der Stadt hat zum Langsamfahren ermahnt.
Foto: Grommisch