Trinkwasserleitung beschädigt

Ursache für Erdfall in Hettstedter Fichtestraße gefunden

Die Straße bleibt aufgrund der Restarbeiten noch bis mindestens 17. Januar gesperrt.

Von Tina Edler 14.01.2022, 12:08
Ein defektes Trinkwasserrohr sorgte in der Hettstedter Fichtestraße für einen Erdfall.
Ein defektes Trinkwasserrohr sorgte in der Hettstedter Fichtestraße für einen Erdfall. (Foto: Lukaschek)

Hettstedt/MZ - Die Ursache für den Wasserrohrbruch in der Hettstedter Fichtestraße steht fest. Wie Mario Arnold, Geschäftsführer der Stadtwerke Hettstedt GmbH, erklärt, war an der Trinkwasserleitung aufgrund von Korrosion ein Loch entstanden. Dadurch sickerte nach und nach Wasser in das Erdreich und spülte den Boden unter dem Stahlrohr weg. Am Ende war der Grund dann so aufgeweicht, dass es am Montag zum Erdrutsch kam und die Trinkwasserleitung riss. In der Fichtestraße war ein Loch entstanden, das etwa fünf Meter lang und zwei bis drei Meter tief war. Die Straße wurde daraufhin für den Verkehr gesperrt.

Leitung in der Fichtestraße wird überprüft

Über 20 Haushalte waren von der Havarie auch betroffen und kurzzeitig von der Wasserversorgung abgeschnitten. Mittels eines mobilen Wasserwagens und später auch durch den provisorischen Anschluss an das Leitungsnetz konnte die Versorgung der Anwohner aber sichergestellt werden. Mittlerweile ist das defekte Stahlrohr ersetzt worden und die Trinkwasserleitung komplett wiederhergestellt, sagt Mario Arnold. Und weiter: „Das Loch wird jetzt wieder verfüllt. Montag Nachmittag, spätestens Dienstag hoffen wir, die Straße wieder freigeben zu können.“

Um weitere Schäden auszuschließen, wird die Trinkwasserleitung noch einmal geprüft. Dabei erhöht man kurzzeitig den Wasserdruck und kontrolliert den Durchfluss in diesem Bereich. Somit werden löchrige und wasserdurchlässige Stellen deutlich.

Erdfall im Bereich Katzensteg sorgt für lange Sperrung

Der Erdfall in der Fichtestraße ist innerhalb weniger Monate bereits der zweiter dieser Art in Hettstedt. Im August 2021 wurde nach starken Regenfällen im Bereich Katzensteg/Gerbstedter Straße der Untergrund durch einen defekten Kanal unterspült. Dort dauerten die Reparaturen und die Vollsperrung mehrere Monate an. Auch der Bahnverkehr musste an dieser Stelle mit reduzierter Geschwindigkeit fahren, weil eine Bahnbrücke am Erdfall angrenzte und die Standsicherheit gefährdet war.

Die Arbeiten zogen sich unter anderem in die Länge, weil Füllmaterial im Erdloch nicht lange hielt und immer wieder weggespült wurde. Deswegen soll in diesem Jahr der Untergrund auf bergbauliche Altlasten untersucht werden.