„Zorn – Wie sie töten“ im Fernsehen

„Zorn – Wie sie töten“ im Fernsehen: Das müssen Sie über den neuen Halle-Krimi wissen

Halle (Saale) - Egal ob als Buch oder Film - die Geschichten um die beiden halleschen Ermittler Zorn und Schröder sind inzwischen Kult. Am 14. April kommt der neue Film "Zorn - Wie sie töten" ins Fernsehen. Wir haben die wichtigsten Fakten zum Halle-Krimi ...

Von Alexander Schultz
Claudius Zorn (Stephan Luca, re.) und Schröder (Axel Ranisch, li.)
Claudius Zorn (Stephan Luca, re.) und Schröder (Axel Ranisch, li.) MDR/HA Kommunikation

Egal ob als Buch oder Film - die Geschichten um die beiden halleschen Ermittler Zorn und Schröder sind inzwischen Kult. Am 14. April kommt der neue Film "Zorn - Wie sie töten" ins Fernsehen. Wir haben die wichtigsten Fakten zum Halle-Krimi zusammengestellt.

Die Buchvorlage

Der Film beruht auf der Grundlage des Romans "Zorn - Wie sie töten", des halleschen Bestsellerautors Stephan Ludwig. Es ist der vierte von bislang fünf erschienenen Kriminalfällen um die Kommissare Zorn und Schröder. 

Ludwig, der inzwischen an seinem sechsten Zorn-Buch arbeitet, hat auch diesmal wieder das Drehbuch für den Film geschrieben. Während seine Romane zumeist als ziemlich spannende, aber auch brutale, Thriller angelegt sind, wurden für die Fernsehfassungen die Handlung stark gestrafft und die Gewaltszenen deutlich abgemildert. Im Gegensatz zur Buchvorlage spielt der Film nicht im Winter.

Die Kommissare

Hauptkommissar Claudius Zorn, ein unmotivierter Beamter, der zum dritten Mal durch Schauspieler Stephan Luca gemimt wird, hat es im neuen Film mit einem neuen nervenden Kollegen zu tun. „Dabei übertreibt es Zorn auch diesmal nicht mit seiner Freundlichkeit“, verriet Luca.

Unterdessen durfte sich Zorns Ex-Partner bei der Mordkommission, der dicke Schröder, der sich in der Handlung eine Auszeit vom Polizeileben genommen hat und stattdessen ein kleines Bistro in Halle führt, „auch mal um Mortadella und Cabanossi statt langweiliger Ermittlungsarbeit kümmern“, wie sein Darsteller Axel Ranisch während der Dreharbeiten erfreut feststellte.

So besucht der Zorn seinen vermissten Ex-Kollegen oft in dessen Lokalität, auch um privaten Neuigkeiten mit seiner Freundin Malina aus dem Weg zu gehen.

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Schauspieler und Regisseur

Die Schauspieler

Neben den Hauptdarstellern Luca und Ranisch gibt es auch ein Wiedersehen mit den Schauspielern Alice Dwyer als Staatsanwältin Frida Borck und Katharina Nesytowa als Zorns Freundin Malina, die bereits in den anderen drei Zorn-Filmen mitwirkten. „Ich habe ein tolles Team übernommen“, schwärmte Regisseur Freydank über die Crew.

In weiteren Rollen sind Monika Lennartz, Susanna Simon, Pit Bukowski, Gregor Weber, Horst Sachtleben, Charles Brauer und Armin Zarbock zu sehen. Dabei sorgen Brauer, ehemaliger Polizeiruf-Partner von Manfred Krug, und Gregor Weber vom ehemaligen saarländischen Tatort-Team für ein erhöhtes Fernsehkommissar-Aufkommen im neuen Zorn.

Der Regisseur

Nach Mark Schlichter und Christoph Schnee übernahm für Zorn 4 erstmals Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank den Regiestuhl. Der 48-jährige Berliner, der den bedeutendsten Filmpreis 1999 für seinen Kurzfilm "Spielzeugland" erhielt, drehte davor unter anderem "Tatort"-Krimis und "Kafkas - Der Bau".

Freydank zeigte sich nach den Dreharbeiten mit seinem ersten Halle-Film zufrieden. „Wir haben hier versucht eine schöne Mischung hinzubekommen, also nicht nur in die Schmuddelecken zu gehen und auch nicht nur dahin, wo es romantisch ist.“ Grundsätzlich drehe er ohnehin lieber in kleineren Städten. „Hier fühlt man sich als Team mehr willkommen.“

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Handlung und Drehorte

Die Handlung

Gleich am Anfang des Films liegt ein Toter im S-Bahn-Tunnel auf den Gleisen. Es gibt keinen Zeugen und die Polizei geht von Selbstmord aus. Auch Hauptkommissar Zorn schenkt dem Vorfall keine Beachtung. Er hängt lieber im Bistro seines Ex-Kollegen ab und versucht ihn zur Rückkehr zu überreden. Schröders Mutter wohnt inzwischen in einem Seniorenwohnheim und wundert sich über seltsame Todesfälle in ihrer Einrichtung.

Während Kommissar Zorn mit den Ermittlungsarbeiten überfordert ist und sich mit seinem neuen Partner streitet, wird auch „Aussteiger“ Schröder immer mehr in den spannenden Fall hineingezogen. Was Zorn und Schröder jedoch nicht ahnen: Ein Mörder ist ganz in ihrer Nähe. Und er hat Menschen im Visier, die den beiden Ermittlern nahestehen.

Die Drehorte

Der Krimi wurde im Spätsommer 2015 an 22 Tagen verfilmt. Gedreht wurde an bereits aus anderen Zorn-Filmen bekannten Orten in Halle, wie dem Bürohochhaus in der Magdeburger Straße als Polizeirevier und einem Neubau-Wohnblock in Halle-Neustadt, welcher als Kulisse für die Wohnung des Kommissars dient. Aber auch neue Drehorte in der Saalestadt sind zu entdecken. Unter anderem wurde das Möbelkaufhaus "Möbel Kunert Halle" in der Großen Steinstraße zum "Chéz Schröder". „Wir drehten neben der größten Baustelle der Stadt, was ich besonders spannend fand“, meint Ranisch und lacht.  Auch der S-Bahnhof in Halle-Neustadt wurde im neuen Film zum Tatort.
Erstmals zog es die Zorn-Crew auch in den Saalekreis. So wurde das derzeit verwaiste Schloss Benkendorf in Holleben für den Film zu einem Seniorenheim und auch auf der Brachwitzer Fähre wurde gedreht.

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Sendeplatz und Kritik

Der Sendeplatz

Wie bereits die ersten drei Filme wird auch "Zorn - Wie sie töten" wieder an einem Donnerstag um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt. Dieser Sendeplatz wird im Ersten Deutschen Fernsehen für regionale Krimis genutzt. Unter anderem laufen hier auch immer wieder Bozen- und Eifel-Krimis.

Ob es einen weiteren Zorn-Film geben wird, möchte der auftraggebende Mitteldeutsche Rundfunk noch nicht sagen. Dabei könnten auch die Einschaltquote für den aktuellen Film eine nicht unbedeutende Rolle spielen.

Die Kritik

Der vierte Zorn-Film ist ein spannender Fernsehkrimi mit einer starken Filmcrew. Die Schauspieler zeigen sich authentisch, auch wenn eine Szene in der Kirche eines Seniorenheims recht theatermäßig herüberkommt. Das Team hat einige tolle Filmkulissen geschaffen und schöne Bilder aus der Region Halle und dem Saalekreis eingefangen.

Fazit: Absolut sehenswert (mz)