Wo findet man den Barock-Star?

Wo findet man den Barock-Star?: Zehn mal Händel in Halle

Halle (Saale) - Es händelt wieder in Halle. Mit Konzerten, Kunst und spannenden Projekten ehrt die Stadt während der Händel-Festspiele ihren großen Sohn. Bis zum 11. Juni werden tausende Besucher zum internationalen Musikfestival in der Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel ...

Von Alexander Schultz 27.05.2017, 06:00

Es händelt wieder in Halle. Mit Konzerten, Kunst und spannenden Projekten ehrt die Stadt während der Händel-Festspiele ihren großen Sohn. Bis zum 11. Juni werden tausende Besucher zum internationalen Musikfestival in der Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel erwartet.

Doch wo ist der berühmte Barockkomponist neben den Festspielen zu seinen Ehren heute sonst noch in Halle präsent. Eine kleine Entdeckungsreise.

Eine Straße für Händel

Natürlich wurde in der Stadt auch eine Straße nach ihrem berühmten Sohn benannt. In der Nähe vom Reileck, eher unscheinbar zwischen Mühlweg und Richard-Wagner Straße , gelegen, erinnert fast ausschließlich der Straßenname an den Komponisten. Gebe es da nicht noch eine Kita mit dem Namen „Georg Friedrich Händel“, natürlich mit dem Schwerpunkt frühmusikalische Erziehung.

Ein Denkmal für Händel

Der wohl bekannteste Händel steht direkt auf dem Marktplatz und ist ein echtes Wahrzeichen der Stadt, welches auch auf zahlreichen Souvenirangeboten abgebildet ist. 1.500 Kilogramm schwer und 3,20 Meter hoch, thront die Bronzestatue mit Blick Richtung London. Eingeweiht wurde das Denkmal 1859 - 100 Jahre nach dem Tod des Komponisten.

Ein Graffiti für Händel

Den wohl poppigsten Händel findet man am halleschen Bahnhof. Hier prangt ein großes Graffiti des barocken Komponisten in grellbunten Farben und mit lässiger Sonnenbrille.

Ein Karree für Händel

In der Innenstadt von Halle findet man das Händelkarree. Zwischen Kleiner und Großer Ulrichstraße sitzen das Musikinstitut der Uni und die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik - attraktiv gelegen zwischen Kneipen, Cafes und Bars. Und wer Glück hat, kann im Vorübergehen gleich noch Händels Werke ganz kostenlos genießen.

Ein Schiff für Händel

Inzwischen tragen gleich zwei Schiffe in Halle den Namen des großen Musikers. Die „MS Händel 1“ und die „MS Händel 2“. Beide Schiffe bieten vor allem Fahrten durch das Saaletal an und sind beliebte Ausflugsdampfer für Hallenser und ihre Gäste.

Ein Festspielorchester für Händel

Ein Spezialensemble der Staatskapelle Halle pflegt vor allem das musikalische Erbe Händels. Das Händelfestspielorchester spielt seit 1993 auf historischen Instrumenten, wie sie einst schon der große Barockmusiker nutzte. Ihre Auftritte bei Händels Open und den Händelfestspielen gehören zu den musikalischen Höhepunkten imn der Saalestadt.

Ein Glockenspiel für Händel

Der Rote Turm auf dem Marktplatz hat nicht nur einen Herold am Fuße, sondern auch einen Händel in der Spitze. Oder doch nicht? Ganz sicher sind sich die Experten zwar nicht, ob das Glockenspiel im Turm wirklich vom halleschen Barockkomponisten stammt, aber für die meisten Hallenser ist dies auch egal. Ihr Glockenspiel verbindet sie mit der Metrolpole London, wo vom noch berühmteren Big Ben die gleiche Melodie ertönt. Übrigens schon länger als in der Saalestadt.

Eine Halle für Händel

1998 erfüllte sich der Traum und in Halle eröffnete der Musik- und Kongresstempel in Halles Innenstadt. In der Georg-Friedrich-Händel-Halle finden die großen Konzerte des internationalen Musikfestivals statt. Aber auch Popkonzert, Musicals,, Messen und Festveranstaltungen beleben inzwischen das pompöse Gebäude.

Ein Schaufenster für Händel

Bereits zum 22. Mal findet in diesem Jahr der Schaufensterwettbewerb hallescher Läden zu Ehren Händels in der Stadt statt. Passanten werden in Staunen versetzt, wobei sich die kreativ dekorierten Fenster 2017 an dem Thema „Original? – Fälschung?“ orientieren.

Das Geburtshaus von Händel

Hier kam Georg Friedrich am 23. Februar 1685 zur Welt. Nach dem Tod von Händels Eltern wechselte das Haus in der Großen Nikolaistraße mehrfach den Besitzer. 1937 wurde es von der Stadt Halle gekauft und 1948 dort ein Musikmuseum eröffnet. Bis heute kann man im Händelhaus Streich-, Zupf-, Blas- und Tasteninstrumente aus der Zeit des Barockmeisters bewundern. (mz)