Wende ’89 in Halle

Wende ’89 in Halle: Eine Chronologie der Ereignisse

Halle (Saale) - Die Ereignisse der Wende ’89 in Halle erreichten ab September 1989 ihren Höhepunkt. Hier eine kurze Übersicht:

02.09.2019, 09:09

Die Ereignisse der Wende ’89 in Halle erreichten ab September 1989 ihren Höhepunkt. Hier eine kurze Übersicht:

19. September: Katrin und Frank Eigenfeld melden als Mitbegründer das Neue Forum beim damaligen Rat des Bezirkes Halle an. Eine Woche später wird der Antrag abgelehnt.

7. Oktober: Auf dem halleschen Markt formieren sich erste Proteste, 47 Menschen werden verhaftet.

9. Oktober: Bei einer Demonstration auf dem Markt gibt es wieder Verhaftungen. Die Polizei geht rigoros gegen die Teilnehmer vor. Die Marktkirche wird zum Zufluchtsort für Demonstranten und Ausreisewillige.

30. Oktober: Hans-Joachim Böhme, Chef der SED-Bezirksleitung, gewährt vier Vertretern des Neuen Forums ein persönliches Gespräch im Comcenter, dem damaligen Sitz der Bezirksparteileitung. Immer mehr Menschen treffen sich bei den jede Woche stattfindenden Montagsdemos - an diesem Tag gehen über 50.000 Menschen auf die Straße, fordern Veränderungen. Aufgebrachte Hallenser fordern vor der Stasi-Zentrale am Gimritzer Damm die Öffnung des Gebäudes und die Herausgabe der Akten.

2. November: SED-Parteichef Böhme startet vor rund 10.000 Menschen den Versuch eines Dialogs, im Laufe der nächsten Tage steigt die Zahl der Demonstranten auf 80.000 Menschen an.

9. November: Die Mauer ist offen. SED-Bezirkschef Böhme räumt aufgrund zahlreicher Proteste seinen Stuhl - nur einen Tag nach seiner Wiederwahl.

(mz)