Pitch-day

Unternehmen treffen Investoren: Womit ein Start-up aus Halle überzeugen kann

Von Denny Kleindienst 27.09.2021, 15:01
Geldscheine
Geldscheine (Foto: Monika Skolimowska/dpa)

Halle (Saale)/MZ - Das Start-up-Unternehmen „SenCircle“ aus Halle hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Generationslücke zu schließen und eine digitale Plattform entwickelt für Nutzer ab 65 Jahren. „Wir möchten eine Verbindung zwischen Unternehmen und Senioren schaffen“, sagt Daniel Krüger vom Gründer-Trio. Denn in einer Zeit, die immer schneller und digitaler wird, bleiben Seniorinnen und Senioren häufig auf der Strecke. Viele Dienstleistungen des Alltags verlagern sich ins Internet und lassen die ältere Zielgruppe verunsichert zurück. „SenCircle“ geht es um Teilhabe.

Unterstützung von Senioren

„Wir möchten Senioren an digitale Themen heranführen. Mit unserer Technologie lernen sie, auf digitalen Wegen sicher zu kommunizieren“, erklärt Daniel Krüger. Die Plattform „SenAssist“ sei einfach bedienbar. Darüber können zum Beispiel Konzertkarten gekauft oder Bankangelegenheiten erledigt werden. Durch einen Betreuer- und Familienverbund werden Nutzer bei Bedarf zusätzlich abgesichert - um etwa zu überprüfen, ob nicht aus Versehen zu viele Karten fürs Konzert bestellt wurden. Die Plattform bietet auch verschiedene Notruffunktionen, um etwa einen Trickbetrug anzuzeigen.

Mit diesem Ansatz konnte das Team beim „Investforum Pitch-Day“ in Halle die meisten Investoren von sich und seiner Idee überzeugen. Dafür gab es den durch die Stadtwerke Halle gestellten Geldpreis in Höhe von 2.500 Euro.

Pitch-Day zum 13. Mal

Der „Investforum Pitch-Day“ wird seit 2009 jährlich im Auftrag des Wirtschaftsministeriums von der halleschen „Univations GmbH“ veranstaltet. Ziel ist es, Start-ups aus Mitteldeutschland bei der Kapitalakquise zu unterstützen und Investoren auf die Region aufmerksam zu machen. Der bereits dreizehnte Pitch-Day fand vergangene Woche mit mehr als 200 Teilnehmern im Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) statt. Dabei präsentierten 25 Start-ups aus ganz Deutschland - elf davon aus Sachsen-Anhalt - ihre Geschäftsmodelle vor Kapitalgebern und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

„Die hohe Zahl der Start-ups aus Mitteldeutschland zeigt, wie innovativ die Region ist“, sagte Jürgen Ude, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, der den Pitch-Day eröffnete. Hinsichtlich der Qualität der Gründungen müsse man sich nicht vor Hochburgen wie Berlin, München und Hamburg verstecken, so Ude. Sachsen-Anhalt habe jungen Unternehmen viel zu bieten. „Gute Infrastruktur und umfangreiche Fördermöglichkeiten machen unser Land zu einem idealen Standort für Start-ups.“ Die beim Pitch-Day anwesenden jungen Unternehmen und Projekte sind in unterschiedlichen Bereichen aktiv. Etwa in der IT und der Landwirtschaft oder in den Bereichen Life-Science und Nachhaltigkeit. Die Gründer bieten unter anderem innovative Ideen für IT-Sicherheit, E-Sports, Agrartechnik, Insektenfarmen, Medizintechnik.