Testen statt Tanzen

Testen statt Tanzen: Kein Scherz! In der Palette öffnet ein Schnelltestzentrum

Halle (Saale) - Testen, testen, testen - das ist derzeit neben dem Impfen das Mittel der Wahl, um der Pandemie Herr zu werden und langsam wieder in ein normales Leben zurückzukehren. Doch noch sind die Testkapazitäten auch in der Saalestadt nicht ausreichend - und daher jede Unterstützung willkommen. Dass dabei manchmal auch ungewöhnliche Wege gegangen werden, beweist einmal mehr Halles Gastro-Szene: Am 1. April öffnet in der Tanzbar Palette ein ...

Von Katja Pausch

Testen, testen, testen - das ist derzeit neben dem Impfen das Mittel der Wahl, um der Pandemie Herr zu werden und langsam wieder in ein normales Leben zurückzukehren. Doch noch sind die Testkapazitäten auch in der Saalestadt nicht ausreichend - und daher jede Unterstützung willkommen. Dass dabei manchmal auch ungewöhnliche Wege gegangen werden, beweist einmal mehr Halles Gastro-Szene: Am 1. April öffnet in der Tanzbar Palette ein Schnelltestzentrum.

Was für manche vielleicht wie ein Aprilscherz klingt, ist alles andere als ein Spaß - vielmehr ist das Projekt in beiderseitigem Einvernehmen und auch zu beiderseitigem Nutzen von Stadt und Klub entstanden. „Unser Konzept wurde von der Stadt genehmigt, so dass der Eröffnung nichts mehr im Wege steht“, so Mary Gringer. Die Stadt indes freut sich über das Engagement.

In der Palette vorerst „Testen statt Tanzen“

Beweggrund dafür, dass nun in der Palette vorerst „Testen statt Tanzen“ angesagt ist, ist zum einen der Bedarf an Testkapazitäten, zum anderen aber auch, dass in naher Zukunft eine Wiedereröffnung des langjährigen Klubs nicht in Sicht ist. „Langsam wird’s eng“, so Mary Gringer, die wie viele andere diesen „schönen Ort“ erhalten möchte - und sei es zweckentfremdet. „Wir haben hier Platz und können in den Räumen auch alle Anforderungen an ein Schnelltestzentrum erfüllen“, so die junge Hallenserin. So gibt es im Testzentrum in der Großen Nikolaistraße mehrere Ein- und Ausgänge für sichere Besucherströme, und auch die sanitären Anlagen sind für eine größere Personenzahl ausgelegt.

Zum Konzept gehört natürlich auch die Personalfrage - auch die wurde gelöst. Mary Gringer hat unter dem studentischen Gastro-Personal, das ja seit Monaten ohne Job ist, Medizinstudenten gewinnen können, die nun die Tests vornehmen. 17 angehende Ärztinnen und Ärzte werden in wechselnden Schichten im Testzentrum arbeiten, die Tests hat Mary Gringer zuvor selbst besorgt. Überhaupt geht sie finanziell in Vorleistung, abgerechnet wird nach Eröffnung des Testzentrums mit der Kassenärztlichen Vereinigung.

Tests kostenlos

Für die Bürger, die einen Termin buchen sollten, aber nicht müssen, sind die Tests kostenlos. „Es ist zwar besser für unsere Planung und auch für die Bürger, einen Termin über unsere Webseite zu buchen, aber wir haben auch für ,Laufkundschaft’ freie Kapazitäten“, so Mary Gringer. Vorerst bietet die Hallenserin ausschließlich Schnelltests an, derzeit arbeitet sie daran, auch PCR-Tests vorzuhalten.

Und noch eine Idee steckt hinter dem „Projekt Schnelltestzentrum“: „Sobald in Halle die angekündigten Modellprojekte mit begrenzten Öffnungen in Kultur und Gastronomie möglich sind, sind wir dabei“, so die Klubbetreiberin, die dann auch die Palette für Publikum öffnen will - die Räumlichkeiten geben es her. Für Negativgetestete könnte, sobald es Öffnungskonzepte gibt, der Weg direkt vom Testzentrum ins Restaurant, Theater oder Museum führen: Das Testergebnis kommt nach 30 Minuten per Mail.

››Testzentrum Gr. Nikolaistraße, Mo bis Sa 9-20 Uhr, So 9-15 Uhr, Termine auf schnelltestzentrum-halle.de (mz)