Tag des offenen Gartens

Tag des offenen Gartens: Hallenserin zeigt, was in ihrem Garten grünt und blüht

Halle (Saale) - Duftrosen, selbstgezüchtete Zitronenbäumchen, ein Hartriegel mit handtellergroßen weißen Blüten, aber auch Wein und Kräuter - das ist die Gartenwelt von Sylvie Herrmann. Ihr Stadtgarten, direkt an ihrem Wohnhaus in der Karl-Liebknecht-Straße,  ist seit vier Jahren mit dabei beim Tag der offenen Gärten. Am Samstag, 25. Mai, von 10 bis 17 Uhr kann man ihn sich bei freiem Eintritt ansehen und auch sechs weitere in Halle - am Sonntag, 26. Mai, öffnen Gärten im Saalekreis von 10 bis 17 ...

Von Silvia Zöller

Duftrosen, selbstgezüchtete Zitronenbäumchen, ein Hartriegel mit handtellergroßen weißen Blüten, aber auch Wein und Kräuter - das ist die Gartenwelt von Sylvie Herrmann. Ihr Stadtgarten, direkt an ihrem Wohnhaus in der Karl-Liebknecht-Straße,  ist seit vier Jahren mit dabei beim Tag der offenen Gärten. Am Samstag, 25. Mai, von 10 bis 17 Uhr kann man ihn sich bei freiem Eintritt ansehen und auch sechs weitere in Halle - am Sonntag, 26. Mai, öffnen Gärten im Saalekreis von 10 bis 17 Uhr.

Blumenbeet, Zucchini und Erbsen: Hallenserin zeigt ihren Garten 

Bis zu 300 Besucher zählte die Biologin, die am halleschen Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung beschäftigt ist, jedes Jahr. „Das ist ein Kraftakt“, räumt sie ein. Aber  der Tag mache so viel Spaß, „weil man so vielen liebevollen und interessierten Menschen begegnet“, sagt die gebürtige Französin. Liebevoll haben sie und ihr Ehemann François Buscot das Areal der ehemaligen Volkshochschule in ein grünes Paradies verwandelt: Der alte Pavillon, in dem früher unterrichtet wurde, ist zu drei Vierteln abgerissen und dient jetzt als Orangerie für die frostempfindlichen Zitronenbäumchen und andere Pflanzen - und natürlich als schattiger Sitzplatz im Sommer.

2007 wurde der Garten angelegt, doch jedes Jahr verwandelt er sich neu, wird ergänzt und verändert. Himbeeren oder auch ein Permakultur-Beet  sind  beispielsweise dazugekommen, auf dem Zucchini und Erbsen wachsen. „Ich mische Farben, ich liebe die Vielfalt der Formen.“ Mit der Präsentation ihres Gartens will die Biologin vor allem eines: Menschen auch dazu animieren, selbst etwas zu pflanzen, die Stadt grüner zu machen und die Biodiversität zu unterstützen.

Hallenserin: „Der Garten ist ein Ganzes.“ 

Denn genau das ist auch ihr berufliches Anliegen: Sylvie Herrmann forscht in Sachen Bodenökologie und Klimaentwicklung. „Wir pflanzen bundes- und europaweit Eichen aus, anhand deren Entwicklung wir die Auswirkungen des Klimas erforschen“, sagt sie. So steht auch eine dieser Eichen aus dem Projekt in ihrem Vorgarten - 2011 gepflanzt.

Um die Besucher genauer zu informieren, bereitet die Fachfrau jedes Jahr Metallschilder vor, mit denen die Pflanzen beschriftet werden. Sei es die Duftrose „Senegal“, die bereits als Kletterrose blühend die Hauswand verschönert, bis hin zur Rodgersia aesculifolia,  einer Blühstaude mit XXL-Blättern, die an eine Riesenkastanie erinnert. Eine Lieblingspflanze, die hat Sylvie Herrmann nicht: „Der Garten ist ein Ganzes.“ Jeden Tag investiert sie ein wenig Zeit, um sich um die grüne Oase zu kümmern. Und das mit viel Liebe und Leidenschaft: „Es ist ein Berufung, es steckt mir im Blut. Der Garten ist für mich ein Muss, ein Lebenselexier.“ 

Tag des offenen Gartens im Saalekreis

Neben weiteren Gärten in der Innenstadt ist auch der Celtis-Kulturgarten am Galgenberg am Samstag geöffnet. Am Sonntag laden Gärten in Landsberg, Lieskau, Höhnstedt, Rumpin und Zörnitz ein - insgesamt fünf. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es leider weniger Teilnehmer.

„Der Grund für einige Absagen waren jeweils persönliche und individuelle Gründe“, sagt Mandie Deblitz vom  Organisationsteam. Neu ist in diesem Jahr, dass die Adressen der Teilnehmer nicht nur auf Flyern nachzulesen sind, die an verschiedenen Stellen ausgelegt sind, sondern auch online.

Ein Flyer mit den Adressen aller geöffneten Gärten kann heruntergeladen werden unter www.offene-gaerten-halle.de. Auch im Botanischen Garten liegen Flyer aus.