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Saaleschifffahrt startklar Saaleschifffahrt startklar: MS "Händel" will nun den Saalekreis erschließen

Von Katja Pausch 07.03.2019, 05:00
Zurück von der Werft: Schiffsführer Rüdiger Ruwolt legt letzte Hand an die MS „Händel“. Dabei wird auch das familieneigene Wappen aufgefrischt.
Zurück von der Werft: Schiffsführer Rüdiger Ruwolt legt letzte Hand an die MS „Händel“. Dabei wird auch das familieneigene Wappen aufgefrischt. Silvio Kison

Halle (Saale) - Lange war der Liegeplatz am Saaleufer leer, doch seit dem frühen Dienstagmorgen ist sie wieder da: die MS „Händel II“. Rund drei Monate lag das schmucke, rot-weiße Motorschiff auf der Schiffswerft Fischer in Mukrena. Um für die kommende Saison gut gerüstet zu sein, hatte Schiffseigner Rüdiger Ruwolt die MS „Händel“ Mitte Dezember rund 40 Kilometer flussabwärts über Brachwitz, Salzmünde, Wettin, Rothenburg bis nach Mukrena zur Werft - übrigens die einzige an der Saale - geschippert.

Turnusmäßig standen die obligatorischen Arbeiten an einem Schiff an: Abstrahlen und Lackieren, Schweißen und Malerarbeiten. Der Antrieb wurde überholt, Unterwasserarbeiten und auch ein Ölwechsel vorgenommen. „Es war aber nicht der ganz große Schiffs-Tüv - der ist nur alle fünf Jahre fällig“, erklärt Ruwolt, der den nächsten Tüv-Termin 2020 hat. „Dann muss die ,Händel’ wieder mal raus aus dem Wasser“, sagt ihr Kapitän, der allerdings auf Binnengewässern korrekterweise „Schiffsführer“ genannt wird. „Aber ,Kapitän’ geht auch - zumindest, wenn unsere Gäste mich ansprechen“, lacht Ruwolt.

MS „Händel“ im Jahr 2000 in Holland erbaut

Ob Tüv oder nicht - auch die Auffrischungsarbeiten „zwischendurch“ seien aufwändig und auch kostenintensiv genug, so Ruwolt, dem auch noch die alljährliche Begutachtung durch die Polizei (im Mai) sowie die Hygiene-Inspektion für sämtliche Wasser- und Bierleitungen bevorstehen. Doch was sein muss, muss sein. Schließlich soll die Fahrtüchtigkeit dank einwandfreier Technik ebenso gegeben sein wie ein gepflegtes Äußeres des Schiffes, das im Jahr 2000 in Holland erbaut und zwölf Jahre später von Ruwolt an die Saale geholt wurde. Zuvor ist es in den Gewässern rund um Hannover gefahren.

Um das Schiff den Gästen in voller Schönheit präsentieren zu können, stehen nun letzte Arbeiten am heimatlichen Liegeplatz an. Doch zuvor hatte Ruwolt noch eine nicht ganz unproblematische Heimreise von der Mukrenaer Werft nach Halle zu meistern. „Es war eine recht stürmische Überfahrt, die Saale hatte am Montag ungewöhnlich hohe Wellen“, so Ruwolt.

MS „Händel“ will nun den Saalekreis erschließen

Nun also legen der Schiffsführer und sein Steuermann, der in diesem Fall eine Frau - nämlich Julia Sorge - ist, letzte Hand an. Sämtliche Stühle wurden bereits entstaubt, am Mittwoch kommen die Fensterputzer - Frühlingsputz eben, wie zu Hause. Unter Deck kommt derzeit der Staubsauger zum Einsatz, liegen noch diverse Kabel und Reparaturmaterial herum. Doch schon am Donnerstag wird die MS „Händel“ ablegen - die ersten Touren stehen im Fahrplan, der in diesem Jahr erstmals auch Tagesfahrten nach Alsleben enthält - Ruwolt will damit den Saalekreis erschließen.

„Zunächst aber starten wir traditionell mit unseren Frauentagsfahrten“, freut sich Ruwolt, den es nach der arbeitsreichen Winterpause wieder aufs Wasser zieht. Start der Fahrten, die nicht nur dem schönen Geschlecht vorbehalten sind, ist von Donnerstag bis Sonntag, 10. März, jeweils ab 13.30 Uhr. Während der dreistündigen Fahrt geht es über Trotha inklusive Hafenrundfahrt in die Brachwitzer Alpen und zurück, am Liegeplatz vorbei, bis zum Saalestrand. Für Donnerstag und Sonntag gibt es übrigens noch einige freie Plätze.

››Tickets bei der Tourist-Info Halle und auf halle-saale-schifffahrt.de (mz)