1. MZ.de
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Halle
  6. >
  7. Gedenken an Kriegstote: „Opfer mahnen uns“: Gedenken zum Volkstrauertag in Halle

Gedenken an Kriegstote „Opfer mahnen uns“: Gedenken zum Volkstrauertag in Halle

80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist in Halle der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht worden. Ein Landespolitiker erinnerte an die Verantwortung aller für Demokratie und Freiheit.

17.11.2025, 08:00
Stilles Gedenken auf dem Gertraudenfriedhof: Auch Vertreter der Polizei legten ein Trauergebinde nieder.
Stilles Gedenken auf dem Gertraudenfriedhof: Auch Vertreter der Polizei legten ein Trauergebinde nieder. (Foto: Annette Herold-Stolze)

Halle (Saale)/MZ/AHS. - Bei einem Festakt zum Volkstrauertag haben Hallenser am Sonntag der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror gedacht.

An der Veranstaltung auf dem Gertraudenfriedhof nahmen unter anderem Vertreter des Bundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, von Bundeswehr und Polizei, der Stadtverwaltung und -politik sowie städtischer Unternehmen teil. Für die Landesregierung war Wissenschafts- und Umweltminister Armin Willingmann vertreten.

Rebenstorf: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit

Der SPD-Politiker erinnerte an das Deutschland im November vor 80 Jahren - ein von Hunger, Wohnungsnot und Armut geprägtes Land. Diese Zustände seien „die Folge des von Nazideutschland angezettelten Weltenbrandes gewesen, der zuletzt das Land des Aggressors erreicht“ habe: „Jedes einzelne Opfer mahnt uns heute Lebende, uns für Frieden und Demokratie einzusetzen.“

Beides sei nicht selbstverständlich, darauf wies auch Halles Baubeigeordneter René Rebenstorf hin. „Wir erleben jetzt, wie fragil Frieden und Freiheit sind“, sagte er mit Blick auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit und wird es auch niemals sein.“