Millionen-Investition kommt:

mRNA-Impfstoffe sollen in Halle produziert werden

Im Weinberg-Campus entsteht bis 2024 ein Zentrum von Wacker, das im Bedarfsfall bis zu 100 Millionen Impfdosen pro Jahr produzieren soll. 200 Jobs entstehen.

Von Dirk Skrzypczak 11.04.2022, 13:38
In Halle sollen künftig bis zu 100 Millionen Impfdosen auf mRNA-Basis produziert werden - gegen Corona und andere Krankheiten.
In Halle sollen künftig bis zu 100 Millionen Impfdosen auf mRNA-Basis produziert werden - gegen Corona und andere Krankheiten. Foto: Wacker GmbH

Halle (Saale)/MZ - Gute Nachricht für Halle und den Weinbergcampus. Das Unternehmen Wacker Biotech hat mit seinem Partner „CordenPharma“ den Zuschlag für einen Pandemie-Bereitschaftsvertrag mit dem Bund erhalten. Im Falle des Andauerns der Covid-19 Pandemie oder einer neuen Pandemie sollen Wacker und CordenPharma 80 Millionen Impfstoff-Dosen pro Jahr herstellen. Es besteht zudem die Option, dass die Bundesregierung das Volumen auf 100 Millionen Dosen pro Jahr erhöht. Für das Bereithalten der entsprechenden Produktionskapazitäten erhalten sie ein jährliches Bereitschaftsentgelt. Die Bereitschaftsphase beginnt im Jahr 2024, nachdem die Unternehmen die nötigen Kapazitäten geschaffen haben, und endet im Jahr 2029. 200 Jobs sollen geschaffen werden.

Am Montag äußerten sich beide Unternehmen. „Wir freuen uns, mit unserer Expertise im Bereich der mRNA-Impfstoff-Herstellung einen Beitrag im Kampf gegen künftige Pandemien leisten zu können. Gemeinsam mit unserem Partner CordenPharma werden wir künftig im Bedarfsfall Impfstoffe für Deutschland produ-zieren“, sagte der Wacker-Vorstandsvorsitzende Christian Hartel. „Gemeinsam decken wir die gesamte Herstellungskette für mRNA-Impfstoffe ab, die wir im Bedarfsfall der Bundesregierung zur Verfügung stellen“, erläuterte Michael Quirmbach, CEO und Präsident von CordenPharma.

Auch Halles Bürgermeister Egbert Geier (SPD) reagierte erfreut. „Das ist ein weiteres hervorragendes Signal für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Halle. Es zeigt, dass wir als Impuslgeber für Forschung und Innovation einen ausgezeichneten Ruf im Land haben.“ Halle werde das Unternehmen zielgenau und effektiv bei der Umsetzung begleiten.