Kleinstmögliche Eingriffe in die Natur

Kleinstmögliche Eingriffe in die Natur: Ökologischer Waldumbau in Trotha geht weiter

Halle (Saale) - Die Stadt Halle und die Deutsche Bahn haben ihre Differenzen zum ökologischen Waldumbau im Trothaer Wäldchen beigelegt. Man habe sich auf kleinstmögliche Eingriffe in dem Waldgebiet verständigt, erklärte die Stadt am Freitag in einer ...

Von Dirk Skrzypczak 27.01.2020, 13:30

Die Stadt Halle und die Deutsche Bahn haben ihre Differenzen zum ökologischen Waldumbau im Trothaer Wäldchen beigelegt. Man habe sich auf kleinstmögliche Eingriffe in dem Waldgebiet verständigt, erklärte die Stadt am Freitag in einer Pressemitteilung.

Nach Protesten: Ökologischer Waldumbau in Trotha geht weiter

Grundsatzreferent Oliver Paulsen sprach von einem Kompromiss. „Es werden acht Lichtinseln geschaffen, auf denen einheimische Eichen gepflanzt werden. Dadurch wird die ökologische Wertigkeit des Wäldchens erhöht“, so Paulsen. Die im vergangenen Jahr geringelten Robinien werden gefällt.

Alle anderen Bäume sollen erhalten bleiben. Nach Protesten aus der Öffentlichkeit am Waldumbau hatte die Stadt am 16. Oktober die Fällung von Bäumen untersagt. Der Waldumbau geht nun am Montag weiter und soll bis Ende Februar dauern.

Alle Robinien werden nach Anforderungen des Artenschutzes untersucht

Der Umbau des Forstes ist als Ausgleich für den Bau der Zugbildungsanlage seit 2010 gesetzlich festgeschrieben. Wie die Bahn gegenüber der MZ betonte, seien die Auflagen durch den Kompromiss nicht gefährdet. Das Ziel werde erreicht. Paulsen zufolge sollen alle Robinien, die in den Lichtinseln gefällt werden, nach Anforderungen des Artenschutzes untersucht werden.

So will man kontrollieren, ob sich in den Hölzern Bruthöhlen befinden. Gegebenenfalls würden Bäume auch nicht gefällt. Das Holz der Robinien soll übrigens im Wald verbleiben, damit sich dort Kleintiere ansiedeln können. Die neuen Lichtinseln haben zusammen eine Fläche von 0,45 Hektar. Insgesamt ist das Trothaer Wäldchen 12,5 Hektar groß. (mz)