Händel-Festspiele Händel-Festspiele: Die ganze Stadt feiert rund um Händel
Halle/MZ. - Mit einem furiosen Veranstaltungsmarathon, der nicht nur in Konzertsälen, sondern auch an vielen anderen Orten der Stadt Station machte, sind die Händel-Festspiele zu Ende gegangen. Während im Händelhaus noch mehrere kleine, aber feine Konzerte stattfanden, war am Sonnabend in der Ulrichskirche Händels Oratorium "Esther" zu hören.
Am Sonntag und Sonnabend pilgerten Tausende von Konzertgängern - mit Kind, Kegel, Getränken und gute Laune - in die Galgenberg-Schlucht, um das traditionelle Abschlusskonzert und das Crossover-Konzert "Bridges to the classics" zu erleben - das inzwischen nicht mehr aus dem Händel-Fest weg zu denken ist. Natürlich freuten sich alle Zuschauer über die prächtig aufblitzenden Feuerwerke.
"Bridges"-Dirigent Bernd Wefelmeyer präsentierte mit dem Philharmonischen Staatsorchester eigene Bearbeitungen von Händel bis Gershwin. Und hatte mit Jocelyn B. Smith, Anke Lautenbach, Eva Maria Pieckert, Mike Kilian, Dirk Zöllner, den "Stouxingers" und "Electric eyes" eine große Sängerschar auf seiner Seite. Der französische Dirigent Sébastien Rouland war, ebenfalls am Pult der halleschen Philharmonie, zum Abschlusskonzert dann für den originalen Händel zuständig.
In der Stadt strömten zur gleichen Zeit wahre Massen von Zuschauern zur Bühne von "Händel''s Open" auf den Markt, wo am Sonnabend Olaf Schöder, Gaby Bernsdorf und andere Sänger des Opernhauses für Riesenstimmung sorgten. Noch lange nach der Laser-Show um 23 Uhr war der Markt bevölkert. "Das wird jedes Jahr besser", jubelte Ingenieur Bernd Gröbig, der den Markt der Galgenberg-Schlucht vorgezogen hatte.
Am Samstagnachmittag lud ein Weinfest zum Verweilen am Alten Markt. Und im Hof des Händelhauses spielte die Band "Swedenquell" Folkmusik, der die Gäste nicht nur lauschten, sondern zu der sie auch tanzen konnten. Da wurden Holzflöten aller Arten verkauft, und Ekkehard Körnig baute mit Kindern Xylophone aus Holzlatten. Groß war der Andrang an diesem Tag der Offenen Tür im Händel-Karree auch im Museum des Händelhauses und in der Musikbibliothek, die zurzeit ihre Schallplatten-Sammlung verkauft - denn zur Aufbewahrung fehlt nach Auskunft der Bibliothekarinnen der Platz.