Benefizspiel im Erdgas Sportpark

Hallescher FC - Lok Leipzig im Erdgas Sportpark: „Goitzsche Front“ spielt HFC-Song live

Halle (Saale) - Ein Geheimtipp ist die „Goitzsche Front“ eigentlich nicht mehr. Immerhin tritt die Bitterfelder Band inzwischen vor mehreren tausend Menschen auf. Die Band, das sind Sänger Pascal „Bocki“ Bock, Bassist Christian „Ulze“ Schulze, Schlagzeuger Tom „TT“ Neubauer und Maximilian „Maxi“ Beuster. Alle 29 Jahre alt. „Außer Maxi, der ist erst 23“, so Schulze. Der Musikstil: ...

Von Tatina Trakis 11.04.2018, 19:09

Ein Geheimtipp ist die „Goitzsche Front“ eigentlich nicht mehr. Immerhin tritt die Bitterfelder Band inzwischen vor mehreren tausend Menschen auf. Die Band, das sind Sänger Pascal „Bocki“ Bock, Bassist Christian „Ulze“ Schulze, Schlagzeuger Tom „TT“ Neubauer und Maximilian „Maxi“ Beuster. Alle 29 Jahre alt. „Außer Maxi, der ist erst 23“, so Schulze. Der Musikstil: Deutschrock.

Derzeit sind die jungen Männer als Vorband von „Frei.Wild“ in ganz Deutschland und Europa unterwegs. Über die Südtiroler Deutschrocker wird immer wieder heiß diskutiert: Sind sie rechts oder nicht? Die vier Jungs aus Bitterfeld jedenfalls distanzieren sich klar von rechtem Gedankengut. Demonstrativ trägt Schlagzeuger Neubauer ein T-Shirt, dessen Aufdruck sich gegen Nazis richtet.

„Goitzsche Front“ wird schon länger im Erdgas Sportpark gespielt

Auch unter den Fußballfans des HFC dürfte die „Goitzsche Front“ ein Begriff sein. Denn immerhin laufen schon seit einigen Jahren „Der Osten rockt“ und „Unsere Fahnen wehen“ bei den Heimspielen des Fußballvereins über die Stadionlautsprecher. Beides Titel der Bitterfelder Musiker.

„Freunde haben uns darauf aufmerksam gemacht“, so Sänger Bock. Daraufhin schauten sich die Bandmitglieder selbst ein HFC-Spiel im Erdgas Sportpark an. „Wir sind keine hartgesottenen Fans, eher Sympathisanten“, so der Frontmann. Die Stimmung sei aber super gewesen. Auch von den finanziellen Schwierigkeiten des HFC bekommen die vier Bitterfelder in Gesprächen mit Vereinsmitgliedern und Fans mit.

„Einen Traditionsverein aus der Region muss man unterstützen, haben wir uns da gedacht“, sagt Bock. Also setzten sie sich mit den HFC-Verantwortlichen zusammen, um zu „brainstormen“, wie der Sänger sagt.

„Rot-weiße Fahnen wehen“ heißt der neue HFC-Song

Das Ergebnis: Der Song „Rot-weiße Fahnen wehen“ und das dazu passenden Video, bei dem viele Mitglieder des Vereins mitgewirkt haben.

Die neue HFC-Hymne? „Mal sehen, wie die Fans den Song annehmen“ sagt Stadionsprecher Markus Hein. Die Anhänger hörten das Lied zum ersten Mal beim Benefizspiel gegen Lok Leipzig am Mittwochabend. Und zwar live von der „Goitzsche Front“ in der Halbzeitpause. Aber auch auf CD kann der HFC-Song gekauft werden. „Hundert Prozent der Erlöse gehen an den Verein“, so Bock.

Es sei schön, während der Tour einen Abstecher in die Heimat zu machen, so der Frontsänger. Die ist den vier Bitterfeldern besonders wichtig. Hier fühlen sie sich wohl. Vor fast zehn Jahren haben sie ihre Band gegründet. Nächstes Jahr ist Jubiläum. Ob sie sich bei so viel Zeit miteinander auch auf die Nerven gehen? „Nein, die Band ist wie eine Familie“, sagt Bassist Schulze.

(mz)