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  7. Kult im Fasching: Frukas, die Kamelle von Böhme - Was hat Halloren damit zu tun?

Frukas zum Fasching Jeder kennt die Kult-Karneval-Kamelle von Böhme! Doch was hat Halloren damit zu tun?

Viele begegnen ihnen nur einmal im Jahr: Zum Karneval werden die kleinen, viereckigen, fruchtig schmeckenden Kaubonbons – die Frukas – säckeweise von den Umzugswagen geworfen. Doch wo haben sie eigentlich ihren Ursprung?

Von Gero Hirschelmann Aktualisiert: 16.02.2026, 12:43
Karnevalskaramellen mit Fruchtgeschmack in der Delitzscher Schokoladenfabrik GmbH 
Karnevalskaramellen mit Fruchtgeschmack in der Delitzscher Schokoladenfabrik GmbH  Foto: dpa

Delitzsch/DUR. – Alaaf und Helau! Besonders in der Karnevalszeit regnen sie aus den Umzugswagen in die Menge – doch ihren Namen kennen die wenigsten: die Böhme Fruchtkaramellen, kurz Frukas. "Jeder kennt sie, aber kaum jemand weiß, wie sie heißen", sagt Gerrit Sachs, Geschäftsführer der Halloren-Vertriebs GmbH.

Die Arbeit in der Frukas-Süßwarenabteilung ist mit einem herrlich duftenden Umfeld, aber auch mit viel körperlicher Anstrengung verbunden.
Die Arbeit in der Frukas-Süßwarenabteilung ist mit einem herrlich duftenden Umfeld, aber auch mit viel körperlicher Anstrengung verbunden.
Foto: Sebastian Willnow/dpa

Wer produziert die beliebten Böhme Frukas?

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Die kleinen, quadratischen Kaubonbons genießen Kultstatus – doch wer sie herstellt, wissen ebenfalls nur die wenigsten.

Nostalgie mit modernem Touch: Die Verpackung von Frukas sieht aus wie immer, ist nun aber nachhaltiger und aluminiumfrei.
Nostalgie mit modernem Touch: Die Verpackung von Frukas sieht aus wie immer, ist nun aber nachhaltiger und aluminiumfrei.
Foto: Sebastian Willnow/dpa

Das sei eine Zeit lang sogar bewusst so gehandhabt worden, erzählt Sachs, denn die Frukas gehörten nicht zu den Hauptprodukten des Süßwarenherstellers aus Sachsen-Anhalt.

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Die Geräte für die Herstellung der Frukas sind über 30 Jahre alt.
Die Geräte für die Herstellung der Frukas sind über 30 Jahre alt.
Foto: Sebastian Willnow/dpa

Ihren Ursprung haben die Kaubonbons in den späten 1950er Jahren im karnevalsbegeisterten Nordrhein‑Westfalen. Seit den 1990er Jahren jedoch entstehen sie in Sachsen – genauer gesagt in der Delitzscher Schokoladenfabrik, wo rund 20 Mitarbeitende an ihrer Produktion beteiligt sind.

Etwa 20 Menschen arbeiten in der Frukas-Abteilung in Delitzsch.
Etwa 20 Menschen arbeiten in der Frukas-Abteilung in Delitzsch.
Foto: Sebastian Willnow/dpa

Ein Markenzeichen der Frukas ist ihre nostalgische Verpackung, die sich über Jahrzehnte hinweg kaum verändert hat. Zwar habe man vor einigen Jahren versucht, das Design zu modernisieren – doch das kam nicht gut an. "Wir wurden abgestraft", erzählt Sachs.

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Karnevalskaramellen mit Himbeergeschmack verlassen in der Delitzscher Schokoladenfabrik GmbH die Verpackungsmaschine.
Karnevalskaramellen mit Himbeergeschmack verlassen in der Delitzscher Schokoladenfabrik GmbH die Verpackungsmaschine.
Foto: dpa

Jährliche Produktion von 1.000 Tonnen Frukas

Rund 1.000 Tonnen Frukas stellt das Unternehmen jedes Jahr her. Das entspricht mehr als 300 Millionen Bonbons. Ein einzelner Fruka bringt 2,8 Gramm auf die Waage; zusammen ergibt das das Gewicht von etwa 200 ausgewachsenen Elefanten. Würde man die jährliche Produktion übereinanderstapeln, entstünde ein Turm von über 3.500 Kilometern Höhe.