Dreharbeiten in Halle

Dreharbeiten in Halle: Kein Hitzefrei für Alfons Zitterbacke

Halle (Saale) - Seit einem Monat wird in Halle „Zitterbacke“ neu verfilmt. Wie die Filmcrew mit den hohen Temperaturen umgeht und was noch ansteht.

Von Alexander Schultz 04.08.2018, 16:00

Auch beim Dreh in Dölau ist es wieder heiß. Die Temperaturen liegen seit Wochen bei mehr als 30 Grad Celsius. „Für uns ist das Wetter aber super“, sagt Nicole Kellerhals. Seit einem Monat laufen in Halle die Dreharbeiten zu „Alfons Zitterbacke“ bereits und die Temperaturen haben sich in dieser Zeit kaum verändert. „Klar schwitzt die gesamte Filmcrew“, so die Produzentin, „allerdings freuen sich auch alle über die super Drehbedingungen in Halle.“

Der neue Film des DDR-Bestseller-Buches von Gerhard Holtz-Baumert spielt im Sommer und so sei das Licht perfekt freut sich Kellerhals über den Sommer in Halle. Zwar müsse am Set natürlich dennoch auch mit künstlicher Beleuchtung gearbeitet werden, „aber die Rahmenbedingungen passen“.

Produzentin von „Zitterbacke“: „Nein, es gibt kein hitzefrei bei uns“,

„Nein, es gibt kein hitzefrei bei uns“, sagt sie und lacht. Allerdings seien allerhand Maßnahmen getroffen wurden, den Schauspielern und der Filmcrew die Temperaturen erträglich zu machen: So werden Regenschirme zu Sonnenschirmen, von denen die Protagonisten an den Drehorten reichlich Gebrauch machen.

„Auch der Eis- und Getränkeverbrauch ist während dieser Dreharbeiten doch deutlich höher als bei vielen anderen Filmen, die wir gemacht haben“, so Kellerhals. Zudem gebe es mehr Pausen als sonst, es wurden Zelte zur Beschattung aufgestellt und es herrsche auch „ein besonderer Erfindungsreichtum bei den Sonnenhüten am Set“. Am heftigsten war die Hitze während der Dreharbeiten zur großen Abschlussszene im Technik- und Luftfahrtmuseumspark in Merseburg. „Kaum auszuhalten, aber die Kinder haben trotzdem klasse mitgemacht.“

Dreharbeiten zu „Zitterbacke“: Stars zum Anfassen

Überhaupt war für die Produzentin der Dreh in Merseburg bislang einer der Höhepunkte der bisherigen Filmarbeiten in der Region. „Die kleineren Komparsen vor Ort waren von ihren Helden begeistert: Checker Tobi war da, Louis Held aus ’Bibi und Tina’ und auch die beiden Darstellerinnen von ’Hanni und Nanni’“, gespielt von den Hallenserinnen Rosa und Laila Meinicke.

Und auch die anderen Filmstars, wie Alexandra Maria Lara, Katharina Thalbach, Devid Striesow, Thorsten Merten sowie Wolfgang und Steffi Stumph wurden von großen und kleinen Fans am Set gefeiert.

Dreharbeiten zu „Zitterbacke“: Tilman Döbler spielt die Hauptrolle

„Zitterbacke“, der von der großen Filmfirma X Filme Creative Pool („Good bye, Lenin“, „Cloud Atlas“, „Babylon Berlin“) produziert wird, soll 2019 in die Kinos kommen. Bis dahin ist aber noch einiges zu tun. Noch drei Wochen wird in Halle und Umgebung gedreht. „Wir liegen derzeit zum Glück voll im Zeitplan“, so Kellerhals. In den vergangenen Tagen hatte die Crew ihre Technik in Halle Dölau aufgestellt, wo auch das Filmhaus von Titelheld Alfons Zitterbacke steht, der vom, laut der Produzentin, „großartig spielenden“ Tilman Döbler gespielt wird.

Demnächst geht es dann noch auf einen Rummelplatz außerhalb der Stadt, in einen Baumarkt im Süden von Halle und in das Nordbad. Auf diese Station freut sich ganz besonders Regisseur Mark Schlichter. Der Berliner nutzte diesen Drehort bereits vor einigen Jahren als Kulisse für den zweiten halleschen „Zorn“-Krimi. Und vielleicht bietet das Freibad ja auch genügend Abkühlung an heißen Tagen. (mz)

Tilman Döbler (Alfons Zitterbacke) und Katharina Thalbach (Schuldirektorin).
Tilman Döbler (Alfons Zitterbacke) und Katharina Thalbach (Schuldirektorin).
dpa-Zentralbild
Er ist der Hauptdarsteller in „Alfons Zitterbacke“ - Tilman Döbler.
Er ist der Hauptdarsteller in „Alfons Zitterbacke“ - Tilman Döbler.
MDR Mitteldeutscher Rundfunk