Wohl noch lange Bauarbeiten

Die Neue Residenz in Halle hat einen Dachschaden

Von Jonas Nayda 22.06.2021, 10:50
Blick auf die Neue Residenz, die komplett eingerüstet wurde.
Blick auf die Neue Residenz, die komplett eingerüstet wurde. (Foto: Silvio Kison)

Halle (Saale) - Ein großer Teil der Neuen Residenz zwischen Mühlgraben und Domstraße ist seit einigen Tagen komplett unter einem Baugerüst versteckt. Das denkmalgeschützte Renaissancegebäude in der Altstadt wird instand gesetzt. Mit ein bisschen Putzen und neuer Farbe ist es jedoch nicht getan, die Arbeiten sind aufwendig. Vor allem das Dach des Westflügels verlangt die Aufmerksamkeit der Bauleute. Dort wird nicht nur das Tragwerk instandgesetzt, sondern die ganze Dachdeckung muss erneuert werden, wie die MZ erfuhr.

Durch mehrfache Sturmschäden sei das Dach in den vergangenen Jahren immer maroder geworden und „konnte nicht mehr nachhaltig repariert“ werden, heißt es auf MZ-Nachfrage aus dem sachsen-anhaltischen Finanzministerium. Die Neue Residenz gehört dem Land, das deshalb auch für den Unterhalt des Denkmals zuständig ist. Die letzte Renovierung des Daches liegt inzwischen rund 30 Jahre zurück. Die Arbeiten dauerten damals mehrere Jahre lang. Wie lange genau die jetzt begonnenen Renovierungsarbeiten andauern werden, ist noch nicht klar. Laut Finanzministerium soll das Gerüst allerdings voraussichtlich bis Ende Mai 2022 stehen.

In der Neuen Residenz lagert unter anderem die Geiseltal-Sammlung der Martin-Luther-Universität. Sie umfasst rund 50.000 Fossilien aus den ehemaligen Braunkohle-Tagebauen des heutigen Geiseltalsees. Im Innenhof der Neuen Residenz finden außerdem regelmäßig Kunstausstellungen statt. Laut Finanzministerium werde derzeit außerdem geprüft, ob die Neue Residenz an die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt abgegeben werden kann. Die Stiftung ist aktuell bereits zuständig für Objekte wie die Moritzburg oder die Dome in Halle und in Magdeburg. (mz)