Turniername bleibt in Halle

Chemiepokal: Name bleibt in Halle, Box-Turnier geht als Cologne-Cup nach Köln

Halle (Saale) - Zumindest das Hintertürchen bleibt offen. Wenn der Deutsche Boxsportverband (DBV) sein alljährliches Turnier von Weltruf austrägt, dann nicht als Chemiepokal.

Von Petra Szag 21.02.2019, 07:22

Zumindest das Hintertürchen bleibt offen. Wenn der Deutsche Boxsportverband (DBV) sein alljährliches Turnier von Weltruf austrägt, dann nicht als Chemiepokal.

Per Pressemitteilung informierten Präsident Jürgen Kyas und Sportdirektor Michael Müller darüber, dass vom 9. bis 13. April in der Rheinmetropole um den „Cologne Boxing World Cup“ geboxt wird.

Darauf habe man sich mit dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln und dem ausrichtenden Verein SC Colonia 06 geeinigt. Die Einladung der Faustkämpfer weltweit erfolgte Anfang Februar noch zum „Chemistry Colonia Worldcup of Olympic Boxing“.

Cologne-Cup: Keine Ersatzveranstaltung für Halles Chemiepokal

Das allerdings hat dem Landesverband Sachsen-Anhalt missfallen. Der hatte sich 2003 den Namen des Turniers schützen lassen. Der Chemiepokal, so seine Hoffnung, könne in Halle später vielleicht doch noch eine Fortsetzung finden.

„Um möglichen rechtlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen“, sagte der Pressesprecher des DBV, Manfred Dörrbecker der MZ, hat sich der DBV nun gegen das „Chemie“ im Turnier-Namen entschieden. Der Cologne Boxing World Cup sei keine Ersatzveranstaltung für Halles Chemiepokal. Das Konzept des Turnieres, bei dem neuerdings auch die Frauen vertreten sein werden, sei ein völlig neues.

Köln zahlt mehr Unterstützung für Box-Turnier als Halle

Dass dieses in Halle nicht umgesetzt werden kann, hängt mit der fehlenden Finanzierung zusammen. Nachdem das zusätzlich beantragte Fördergeld vom Land Sachsen-Anhalt (dieses wollte 50.000 zuschießen anstatt der beantragten 80.000 Euro) und Lotto (30.000 statt 45.000 Euro) nicht bewilligt worden war, sagte der DBV Ende Januar den Chemiepokal in Halle ab. Und schwenkte auf Köln um.

Dörrbecker bestätigte eine kurzfristig bewilligte Anschubfinanzierung durch Stadt und Land, nannte aber keine Zahlen über die Höhe der Unterstützung. (mz)