A143 kann weitergebaut werden

Autobahn A143 bei Halle (Saale) kann weitergebaut werden: Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht

Leipzig/Halle (Saale) - Die umstrittene Autobahn A143 westlich von Halle kann fertiggebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch die Klage einer Bergbaufirma aus Salzmünde (Saalekreis) gegen den Bau des fehlenden 13 Kilometer langen Abschnitts zwischen der A38 und der A14 ...

Von Alexander Schierholz 12.06.2019, 14:00

Die umstrittene Autobahn A143 westlich von Halle kann fertiggebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch die Klage einer Bergbaufirma aus Salzmünde (Saalekreis) gegen den Bau des fehlenden 13 Kilometer langen Abschnitts zwischen der A38 und der A14 zurück.

Das Unternehmen werde mit dem Weiterbau in seinen Belangen nicht verletzt, sagte der Vorsitzende Richter des 9. Senats, Wolfgang Bier, in seiner Urteilsbegründung. Auch naturschutzrechtliche Belange seien bei den Planungen ausreichend berücksichtigt worden. Die Trasse soll durch ein Naturschutzgebiet von europäischem Rang führen.

Autobahn A143: Gericht sieht keine Hinweise auf eine Existenzgefährdung

Das Unternehmen hatte in seiner Klage auch darauf verwiesen, es werde durch die Autobahn in seiner Existenz gefährdet, da durch den Bau ein wichtiger Lagerplatz wegfalle. Das Gericht sah dagegen keine Hinweise auf eine Existenzgefährdung. Die Firma habe aber Anspruch auf eine Entschädigung, sagte Bier.

Die Bürgerinitiative (BI) Saaletal, die sich gegen den Autobahnbau wendet, kritisierte das Urteil. „Das ist ein schwarzer Tag für den Klima- und für den Artenschutz“, sagte Sprecher Conrad Kunze der MZ. Er kündigte an, eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht gegen das Urteil prüfen zu lassen. (mz)