Aufsteiger sind trotzdem möglich

FSA bestätigt Abbruch der Fußball-Saison - Aufsteiger trotzdem möglich

Magdeburg - Nach nicht einmal zwei Stunden herrschte am Montagabend Gewissheit. „Es ging glücklicherweise alles ziemlich schnell“, sagte Jörg Bihlmeyer nach der digitalen Vorstandssitzung des Landesfußballverbandes FSA, in der das bestätigt wurde, was zuvor schon alle erwartet hatten: Die Saison auf Landesebene im Seniorenbereich wird nach einer mehrheitlichen Entscheidung des Vorstandes ...

Von Tobias Grosse

Nach nicht einmal zwei Stunden herrschte am Montagabend Gewissheit. „Es ging glücklicherweise alles ziemlich schnell“, sagte Jörg Bihlmeyer nach der digitalen Vorstandssitzung des Landesfußballverbandes FSA, in der das bestätigt wurde, was zuvor schon alle erwartet hatten: Die Saison auf Landesebene im Seniorenbereich wird nach einer mehrheitlichen Entscheidung des Vorstandes abgebrochen.

„Wir haben uns damit der Meinung der Vereine angeschlossen“, sagte der für das Spielwesen verantwortliche Vizepräsident Bihlmeyer. Zwei Drittel der Clubs aus Sachsen-Anhalt hatten zuletzt für einen Abbruch votiert.

Saison-Abbruch im Fußball: Keine Absteiger, aber Aufsteiger möglich

Zum zweiten Mal in Folge muss der FSA damit coronabedingt eine Spielzeit vorzeitig beenden. Konnten die Fußballer im Land im Vorjahr immerhin noch bis in die Rückrunde (März) hinein spielen, wurde die aktuelle Saison schon Ende Oktober nach wenigen Spielen unterbrochen. Ein bisschen Hoffnung gibt es jetzt zumindest für die Stadt- und Kreisfachverbände, sie können separate Regularien treffen und einen Meister ausspielen - vorausgesetzt natürlich, die Infektionszahlen lassen es zu.

Der FSA hat am Montagabend außerdem entschieden, dass es keine Absteiger geben wird, Aufsteiger aber möglich sind, sofern der Nordostdeutsche Fußballverband Aufsteiger in die Oberligen zulassen würde. Und da es nach MZ-Informationen als sehr wahrscheinlich gilt, dass der NOFV jeweils einen Aufsteiger aus den Landesverbänden zulassen wird, würde der FSA auch jeweils einen Aufsteiger aus jeder Staffel zulassen.

Bei mehreren Meldungen würde via Quotientenregel - Punkte geteilt durch Spiele - entschieden. „Wir wissen auch, dass wir uns damit den Unmut einiger Leute zuziehen, da wir vor der Saison andere Regularien für so einen Fall festgelegt haben“, so Bihlmeyer. „Doch lieber so, als wenn Teams nach wenigen Spielen absteigen müssten.“

Ohne Ab-, aber dafür mit Aufsteigern, würden die Staffeln in der kommenden Saison noch einmal größer werden - in der Verbandsliga sind zum Beispiel schon 19 Teams, bald könnten es 20 sein. Der Vorstand des FSA hat sich bereits Gedanken darüber gemacht. Möglich ist, dass der Verband Varianten für den Spielbetrieb erstellt und dann darüber mit den Vereinen entscheidet. „Wir wollen die Vereine weiter mitnehmen“, sagte Bihlmeyer. (mz)