Preise sollen angepasst werden

Noch kein Beschluss für Eintrittspreiserhöhung für die Schwimmhalle in Eisleben

Stefan Gebhardt regte die Einführung einer Familienkarte für das Eisleber Schwimmbad an. Warum sich die Einführung dieser Karte als schwierig gestaltet.

Von Jörg Müller 13.05.2022, 09:15
Die Schwimmhalle in der Lutherstadt Eisleben
Die Schwimmhalle in der Lutherstadt Eisleben (Foto: Eigenbetrieb Bäder)

Eisleben/MZ - Zur geplanten Erhöhung der Eintrittspreise in der Eisleber Schwimmhalle hat der Stadtrat vorerst noch keinen Beschluss gefasst. Stattdessen wurde das Thema noch einmal zur Beratung in den Betriebsausschuss des Eigenbetriebs Bäder zurückverwiesen.

Stefan Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion SPD/Grüne/FFW/FBM, hatte angeregt, über die Einführung einer Familienkarte nachzudenken. Sein Antrag, dass sich der Ausschuss damit befassen solle, wurde mit einer Stimme Mehrheit angenommen: 13 Stadträte stimmten dafür, zwölf dagegen.

Schwierigkeiten mit der Familienkarte

Betriebsleiter Siegmund Michalski hatte auf die Zehnerkarten für Kinder und Erwachsene hingewiesen. „Eine Familie ist immer schwierig zu definieren.“ Deshalb sei bisher auch keine Familienkarte eingeführt worden. „Man kann das aber noch einmal überprüfen“, so Michalski.

Turnusmäßig tagt der Betriebsausschuss Bäder allerdings erst wieder im Oktober. Falls keine Sondersitzung angesetzt wird, könnte damit die geänderte Gebührensatzung nicht wie geplant zum Beginn der nächsten Schwimmhallensaison Anfang September in Kraft treten. Laut Eigenbetrieb sind die Gebühren 2013 zum letzten Mal angepasst worden.

Künftige Preisvorstellungen für die Nutzung der Schwimmhalle

In der Schwimmhalle sollen Erwachsene künftig für eine Stunde vier Euro zahlen (bisher drei), für anderthalb Stunden fünf Euro (bisher 3,50) und für zwei Stunden sechs Euro (bisher 4,50). Der Preis für die Zehnerkarte für eine Stunde soll von 25 auf 36 Euro steigen. Da die anderthalbstündige Nutzung immer beliebter werde, so Betriebsleiter Michalski, wird nun auch dafür eine Zehnerkarte eingeführt. Diese soll 45 Euro kosten.

Kinder und Ermäßigte sollen für eine Stunde künftig zwei Euro zahlen (bisher 1,50), für anderthalb Stunden 2,50 Euro (bisher zwei) und für zwei Stunden drei Euro (bisher 2,50). Die Zehnerkarte für eine Stunde soll 18 Euro kosten (bisher 13,50), die neue Zehnerkarte für anderthalb Stunden 22,50 Euro.

Bäder sind ein Zuschussgeschäft

Der Pauschalbetrag für Wettkämpfe und Veranstaltungen, die an einem Tag stattfinden, soll von 750 auf 800 Euro steigen. Unverändert bleibt die Gebühr für die Vermietung von Bahnen. Hier werden 50 Euro pro Bahn und Stunde erhoben. Während es sich bei der Bahnvermietung um einen kostendeckenden Betrag handelt, sind die Bäder insgesamt ein Zuschussgeschäft.

Für das Freibad bleiben die Eintrittspreise unverändert. Erwachsene zahlen für eine Tageskarte 3,50 Euro (Ermäßigte 2,50 Euro), für eine Kurzbadekarte 2,50 Euro (Ermäßigte 1,50 Euro) und für eine Zehnerkarte 31.50 Euro (Ermäßigte 22,50 Euro). Die Freibadsaison beginnt in diesem Jahr am 4. Juni und endet am 28. August.