„Gespaltene Welt“

„Gespaltene Welt“: Buch zu Luther und Legenden um ihn in Eisleben vorgestellt

Eisleben - Das Werk beschäftigt sich mit dem Reformator und zahlreichen Lutherorten in Mitteldeutschland.

Von Jörg Müller 18.11.2016, 11:00

Der arme Bergmannssohn in Mansfeld, der „Unverbrannte Luther“ in Eisleben, der Thesenanschlag in Wittenberg, die „Totenmaske“ - um Martin Luther haben sich viele Legenden gesponnen.

„Gespaltene Welt. Schauplätze der Reformation“ jetzt im Handel

Wie es wirklich war und wie sich die zahlreichen Lutherorte in Mitteldeutschland heute präsentieren, zeigen der promovierte Kunsthistoriker und Journalist Günter Kowa und der Fotograf Henning Kreitel in ihrem lesens- und sehenswerten Buch „Gespaltene Welt. Schauplätze der Reformation“, das jetzt im Mitteldeutschen Verlag Halle erschienen ist.

Die Autoren - beide leben in Berlin - haben vor dem Reformationsjubiläum im kommenden Jahr nicht nur die bekannten Lutherstädte wie Eisleben, Mansfeld, Wittenberg und Erfurt besucht. Sondern auch Orte wie Zwickau, Osterwieck und Rochlitz, die für „Tumulte des Umbruchs“ stehen, oder „Schicksalsorte der Radikalen“, wie Allstedt, Mühlhausen und Berthelsdorf.

Fotos aus dem Buch „Gespaltene Welt“ werden in Wanderausstellung zu sehen sein

Basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft, erzählt Kowa, der unter anderem auch für die Mitteldeutsche Zeitung arbeitet, die Geschichte der historischen Stätten und beleuchtet, wie die nachfolgenden Generationen bis heute mit den Orten und den Ereignissen der Reformation umgegangen sind.

Die ebenso kenntnisreichen wie verständlichen Texte werden hervorragend ergänzt durch die Bilder des 34-jährigen Fotografen. Mit einem künstlerischen Blick hat Kreitel die Reformationsorte eindrucksvoll in Szene gesetzt. Eine Auswahl der Fotos ist in den nächsten drei Jahren in einer Wanderausstellung zu sehen. Erste Station war im September/Oktober das Museum Luthers Sterbehaus in Eisleben. (mz)