Naturkundemuseum Dessau

Naturkundemuseum Dessau: Petition zur Rettung sammelt mehr als 4.000 Unterzeichner

Dessau - Der Förderverein des Museums für Naturkunde und Vorgeschichte hat die Unterschriftensammlung zur Rettung des Museums beendet. 4.252 Unterstützer, darunter 2.503 Einwohner der Stadt Dessau-Roßlau haben die Petition unterzeichnet. Sie soll nun an den neuen Stadtrat übergeben werden, heißt es in einer Pressemitteilung des ...

Der Museumsturm

Der Förderverein des Museums für Naturkunde und Vorgeschichte hat die Unterschriftensammlung zur Rettung des Museums beendet. 4.252 Unterstützer, darunter 2.503 Einwohner der Stadt Dessau-Roßlau haben die Petition unterzeichnet. Sie soll nun an den neuen Stadtrat übergeben werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Der Förderverein des Museums hatte die Petition „Das Museums für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau darf nicht sterben“ im April initiiert, weil die Stadtverwaltung in ihrem „Kulturentwicklungsplan 2019-2028“ die Schließung des Museums am traditionellen Standort vorgesehen hat. Zukunftsweisende Pläne für die Ausstellung und die Sammlung als Gedächtnis Anhalts fehlten nach Meinung des Fördervereins in dem Konzept.

„Dabei hatte die Stadt bereits im Jahr 2016 eine neue Rahmenkonzeption für das Museum in den Ausschüssen beschlossen. Laut dieser Konzeption sollte eine spannende neue Dauerausstellung angelegt werden, die auf der umfangreichen Sammlung des Museums aufbaut und die reizvolle, umgebende Kulturlandschaft thematisiert“, heißt es in der Pressemitteilung. Auch die Einbeziehung weiterer Partner war angedacht.

In der Petition fordert der Verein den Erhalt des Naturkundemuseums am Standort

„Leider wurde die Rahmenkonzeption bislang nicht umgesetzt, sondern die schon jahrelang andauernden Sparmaßnahmen fortgesetzt. Sie führten zu immer größeren Defiziten an der Einrichtung“, kritisiert der Förderverein des Museums. In der Petition fordert er den Erhalt des Museums am Standort, die Wiederbesetzung und Sicherung von Personalstellen und die Umsetzung der 2016 beschlossenen Rahmenkonzeption.

In den Gesprächen mit Einwohnern und Besuchern sei deutlich geworden, dass sich die Menschen ein offenes, in der Region verwurzeltes Museum wünschen, das sich anschaulich mit der Vorgeschichte und Natur der Umgebung beschäftigt. In Anbetracht von Klimawandel, Umweltproblemen und der immer weiteren Entfremdung der Menschen von der Natur sei Wissensvermittlung und die Erhaltung der Sammlung elementar wichtig. „Der Förderverein möchte die Stadt auf dem Weg zu einem modernen Museum für Naturkunde und Vorgeschichte unterstützen“, heißt es abschließend. (mz)