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Keiner hat ältere EinwohnerKeine Stadt ist älter: Einwohner von Dessau-Roßlaue im Schnitt 49,5 Jahre alt

Dessau-Roßlau - Die Einwohner von Dessau-Roßlau sind im Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte in ganz Deutschland am ältesten. Das Durchschnittsalter liegt bei 49,5 Jahren. Die Stadt befindet sich mit diesem Wert knapp vor dem Altenburger Land (49,4 Jahre) und Suhl (49,1 ...

22.05.2017, 13:12

Die Einwohner von Dessau-Roßlau sind im Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte in ganz Deutschland am ältesten. Das Durchschnittsalter liegt bei 49,5 Jahren. Die Stadt befindet sich mit diesem Wert knapp vor dem Altenburger Land (49,4 Jahre) und Suhl (49,1 Jahre).

Deutschlandweit liegt das Durchschnittsalter bei 43,9 Jahren. Es ist von der Jahrtausendwende bis 2015 um 3,3 Jahre gestiegen. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung hervor, die am Montag vorgestellt wurde.

Unistädte liegen beim Durchschnittsalter vorn

Während das Durchschnittsalter in den Universitätsstädten Freiburg und Heidelberg 39,8 und 39,9 Jahre beträgt, liegt es in einigen ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten etwa zehn Jahre darüber. In Dessau-Roßlau liegt der Anteil der über 64-Jährigen zudem bei knapp 30 Prozent. In Freiburg und Heidelberg sind hingegen nur rund 16 Prozent älter als 64 Jahre.

Das Bundesinstitut sieht zudem eine sich vertiefende Kluft zwischen wachsenden Groß- und Universitätsstädten und den Gebieten jenseits der Ballungsräume. Besonders stark mache sich die Alterung der Bevölkerung in strukturschwachen Gebieten abseits der Ballungsräume bemerkbar. Allein zwischen 2000 und 2015 hätten Landkreise wie Suhl (minus 22 Prozent) und Oberspreewald-Lausitz (minus 21,7 Prozent) jeden fünften Einwohner verloren. Dessau-Roßlau steht da bei einem Minus von 17,26 Prozent.

Starke Unterschiede in den Regionen

Aber bei weitem nicht alle ländlichen Räume überaltern nach Angaben des Bundesinstituts. Generell sei das Durchschnittsalter in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs sowie im Nordwesten Deutschlands niedrig. So hätten Vechta (40,0) oder Cloppenburg (40,1) eine vergleichsweise junge Bevölkerung. Ein Grund dafür sind hohe Geburtenraten.

Neben Universitätsstädten haben auch einige Umlandkreise der wirtschaftsstarken Metropolen ein niedriges Durchschnittsalter, so Freising (40,6) und Erding (41,4) bei München. Viele Familien zieht es hier ins engere Umland. (mz/sb)