Handball-3. Liga

Handball-3. Liga : Ostsee-Keeper: „Ich glaube, Dessau macht es“

Dessau - Max Folchert wusste wenigstens ein bisschen, was auf ihn und die HSG Ostsee zukommen wird. Ein Pflichtspiel hatte der 26 Jahre alte Handballtorhüter in der Dessauer Anhalt-Arena bis zum Sonntagabend zwar nicht bestritten, aber ab und an mal als Zuschauer auf der Tribüne gesessen oder unten in Testspielen auf dem Spielfeld gestanden. Der Grund: Drei Jahre, von 2015 bis 2018, hat Folchert beim SV Anhalt Bernburg gespielt und natürlich auch den Rivalen Dessau-Roßlauer HV ...

Von Tobias Grosse 01.10.2019, 11:47

Max Folchert wusste wenigstens ein bisschen, was auf ihn und die HSG Ostsee zukommen wird. Ein Pflichtspiel hatte der 26 Jahre alte Handballtorhüter in der Dessauer Anhalt-Arena bis zum Sonntagabend zwar nicht bestritten, aber ab und an mal als Zuschauer auf der Tribüne gesessen oder unten in Testspielen auf dem Spielfeld gestanden. Der Grund: Drei Jahre, von 2015 bis 2018, hat Folchert beim SV Anhalt Bernburg gespielt und natürlich auch den Rivalen Dessau-Roßlauer HV kennengelernt.

Vor etwas mehr als einem Jahr ist der gebürtige Lübecker wieder näher in Richtung seiner Heimat und zur HSG nach Neustadt und Grömitz - zwischen Kiel und Lübeck - gegangen. Am Sonntag war er mit seinem Team in Dessau zu Gast - und überfordert. „Wir haben uns hier nicht viel ausgerechnet“, gestand er offen nach dem 41:23-Sieg des DRHV.

Beim neuen Spitzenreiter der Nord/Ost-Staffel zu verlieren, ist keine Schande. Und die Deutlichkeit war für Ostsee nichts Neues in dieser Serie. Am dritten Spieltag kassierte das Team in Rostock eine 22:38-Klatsche. Der HC Empor und der DRHV gelten als die größten Kandidaten im Kampf um den Titel und um den Platz in der Aufstiegsrelegation. Folchert sagte am Sonntagabend: „Hier in Dessau war es für uns schwieriger als in Rostock.“

Dank des Unentschiedens zwischen Rostock und dem finanzstarken Aufsteiger Vinnhorst hat der DRHV am Sonntag die Spitze übernommen. Geht es nach dem ehemaligen Bernburger Max Folchert, steht damit auch die beste Mannschaft der Liga oben. „Dessau ist schon sehr abgeklärt und dominant in seiner Spielanlage“, sagte der 26-Jährige, der zu den besten Keepern der Liga zählt.

Folchert war vor allem von der Breite des DRHV-Kaders beeindruckt. Chefcoach Uwe Jungandreas hat am Sonntag viel gewechselt. Ostsees Keeper sagte: „Man hat danach dennoch keinen Leistungsabfall gesehen. Diese Kontinuität im Kader hat mich ein wenig überrascht.“ Zudem hätte der DRHV mit Spielmacher Vincent Sohmann - nach dessen Rückkehr aus Hamm - einen sehr wichtiger Mann zurück. „Er trifft extrem häufig die richtigen Entscheidungen“, sagte Max Folchert, der sich - nachdem er jetzt gegen beide Titelkandidaten gespielt hat - festlegt: „Ich glaube, dass Dessau das am Ende macht.“ (mz)