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Behutsames Vorgehen Einsatz am Neujahrsabend - Höhenretter der Feuerwehr holen Personen vom Dach der Schade-Brauerei

In der Rettungsleitstelle in Dessau war um 19.11 Uhr ein Notruf eingegangen.

02.01.2026, 07:30
Die Feuerwehr war in der Dessauer Innenstadt gefordert.
Die Feuerwehr war in der Dessauer Innenstadt gefordert. (Foto: Feuerwehr Dessau-Roßlau)

Dessau/MZ. - Höhenretter der Dessauer Feuerwehr haben am Donnerstagabend, 1. Januar, zwei Personen vom Dach der ehemaligen Schade-Brauerei im Zentrum von Dessau geholt. Das hat die Feuerwehr mitgeteilt.

In der Dessauer Rettungsleitstelle war am Neujahrstag um 19.11 Uhr ein Notruf eingegangen

In der Rettungsleitstelle war zuvor um 19.11 Uhr ein Notruf eingegangen, dass eine Person vom Dach der Brauerei in der Hobuschgasse springen wolle. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Waldersee rückten aus. An der Einsatzstelle angekommen, standen nach Angaben der Feuerwehr Jugendliche auf der Straße und berichteten, dass sich noch zwei Personen auf dem Dach der ehemaligen Brauerei befänden.

Drei Höhenretter drangen am Ende durch das Gebäude auf das Dach vor. Dort fanden die Kameraden die beiden Personen. „Nach einer ersten Ansprache auf Abstand konnte schnell Vertrauen untereinander hergestellt werden“, berichtete Martin Müller, der Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst. „Durch ein Gespräch wurden die beiden Personen überzeugt, unter Begleitung der Feuerwehr mit dem Hubrettungsfahrzeug von Dach nach unten gebracht zu werden.“

Aus Sicherheitsgründen wurden die beiden Personen nacheinander vom Dach der Dessauer Schade-Brauerei geholt

Aus Sicherheitsgründen geschah dies nacheinander. Die erste Person wurde nach Angaben der Feuerwehr durch den Rettungsdienst übernommen und ins Krankenhaus gebracht. Die zweite Person konnte nach einem Gespräch mit der Polizei und einem kurzen Aufwärmen in einem Fahrzeug der Feuerwehr die Einsatzstelle selbstständig verlassen. Um 20.35 Uhr konnten der Einsatz vor Ort beendet werden.

Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Waldersee mit fünf Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften, der Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen und vier Einsatzkräften sowie die Polizei mit zwei Streifenwagen und vier Beamten.

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