Für Flüchtlingen aus der Ukraine

Dessau-Roßlau richtet Spendenlager am Mehrgenerationenhaus ein: Was alles benötigt wird

Der Krisenstab hat getagt und erste Entscheidungen getroffen. Im Moment gibt es genügend Wohnungsangebote für Flüchtlinge.

Von Annette Gens Aktualisiert: 09.03.2022, 13:49
In der Sporthalle des Berufsschulzentrums ist man auf Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet.
In der Sporthalle des Berufsschulzentrums ist man auf Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet. (Foto: Heidi Thiemann)

Dessau-Roßlau/MZ - Der in der vergangenen Woche bei der Stadtverwaltung ins Leben gerufene Stab „Hilfe für die Ukraine“ hat die Dessau-Roßlauer zu Spenden aufgerufen und will ein Lager einrichten.

Wer die Flüchtlinge aus der Ukraine mit Sachspenden unterstützen möchte, der kann diese ab Mittwoch im Mehrgenerationenhaus, Erdmannsdorffstraße 3 abgeben, sagte Katrin Kuhnt, Referatsleiterin beim Dessau-Roßlauer Oberbürgermeister. Allerdings sollte zuvor Rücksprache genommen werden. Die Güter sollten darüber hinaus in einem guten Zustand sein, betonte Kuhnt. Besonders gefragt sind unter anderem Handtücher, Lebensmittelkonserven, kleine Elektroartikel wie Wasserkocher, Toaster oder Mikrowelle, Powerbank sowie Staubsauger. 

Für Kleinkinder werden Babynahrung, Babyhygieneartikel, Pflegeartikel, Windeln, Kinder-Toilettensitze, Hochstühle, Babybetten oder Babyreisebetten benötigt. Darüber hinaus gefragt sind Hygieneartikel, Töpfe, Pfannen, Geschirr, Besteck, Bettwäsche, Bettdecken, Kissen und Lampen.

Spielsachen und Kleidung, so sagte Kuhnt, würden im Moment nicht entgegen genommen. Auch Möbel und Einrichtungsgegenstände würden momentan nicht benötigt. Hier würden derzeit erst Kapazitäten geschaffen und der Bedarf ermittelt.

Was die Unterbringung von Flüchtlingen in privaten Wohnungen angeht, so habe die Stadtverwaltung ausreichend Angebote erhalten. „Sollte erneut ein Bedarf erkennbar werden“, so werde dies bekannt gegeben.

Die Stadt wird die Turnhalle des Berufsschulzentrums als zentrale Notunterkunft bestehen lassen. Derzeit entsteht ein 24-Stunden-Bereitschaftsplan, für den Fall, dass vom Land weitere Flüchtlinge zugewiesen und innerhalb kürzester Zeit versorgt werden müssen.

Wer Sachspenden abgeben möchte, der wird um Anmeldung gebeten unter 0340/24005547 (montags bis mittwochs, 8 bis 13 Uhr) oder per E-Mail: [email protected]