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Anpassung an den Klimawandel Arbeiten starten in zweiter Januar-Woche - Rückepferde kommen im Georgengarten zum Einsatz

Der Dessauer Georgengarten soll fit für den Klimawandel gemacht werden. Am Anfang stehen Fäll-, Pflege-, Schnitt- und Rodungsmaßnahmen.

04.01.2026, 10:30
Im November demonstrierte Ricco Rösch sein Schaffen  mit  Rückepferden. Nun beginnt im Januar die eigentliche Arbeit im Georgengarten.
Im November demonstrierte Ricco Rösch sein Schaffen mit Rückepferden. Nun beginnt im Januar die eigentliche Arbeit im Georgengarten. Foto: Thomas Ruttke

Dessau/MZ/hth. - In der zweiten Januarwoche beginnen Fäll-, Pflege-, Schnitt- und Rodungsmaßnahmen im Georgengarten. Das hat die Stadtverwaltung zum Jahreswechsel angekündigt.

Die Arbeiten werden sowohl im schlossnahen Umfeld als auch entlang der Sichtachse Diana-Tempel stattfinden, ehe dann im Frühjahr und Herbst die Flächen für die Pflanzungen in verschiedenen Teilbereichen vorbereitet werden.

Für spezielle Arbeiten werden auch Rückepferde eingesetzt. Wie diese arbeiten, wurde Ende November im Park gezeigt. Ricco Rösch aus der Nähe von Zerbst demonstrierte mit den beiden Kaltblutpferden Paula und Rieke eine Stunde lang sein Können. Rund 60 Frauen, Männer und Kinder waren gekommen, um zu erleben, wie mit Pferdekraft Baumstämme aus dem Wald geholt werden.

Denn mit schwerer Technik, also Harvester und Forwarder, wie sie sonst in der Forst zum Einsatz kommt, soll im Georgengarten nicht gearbeitet werden, weil diese den Boden zu sehr verdichten. Das, so wurde erklärt, hätte zur Folge, dass der Boden dann Wasser und Sauerstoff schlechter aufnehmen kann. Seine Produktivität wird langfristig geschädigt.

Die Arbeiten am Gehölzbestand sind bis Februar geplant. Zum Teil müssen Wege gesperrt werden. Die Stadtverwaltung bittet darum, diese Sperrungen unbedingt zu beachten. „Es besteht Gefahr durch fallende Bäume und Kronenteile“, wird dazu erklärt.

Die Arbeiten am geschädigten Baumbestand und in den Gehölzflächen werden gefördert im Rahmen des Bundesprogrammes „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“.