115 Treffer bei drittem Streich
DESSAU/MZ. - Die Mädchen und Jungen aus dem Liboriusgymnasium haben - als Geschwister, Freunde oder Verwandte - die Rolle der Runden-Zähler übernommen, stempeln jeden Zieldurchlauf der Radfahrer, Läufer oder Nordic-Walker mit dem Logo des "Fördervereins der Evangelischen Grundschle" auf deren Startnummern ab.
Unverwüstlich dreht Max seine Runden um den Schillerteich. Papa Axel Schulze steht am Pavillon und schüttelt den Kopf. Wie entfesselt stürmt der Zehnjährige vorbei "eine Runde schaff' ich noch". Am Ende sind es zwölf. Die 3. Benefiz-Rallye zugunsten der Evangelischen Grundschule rollt, flitzt oder stapft durch den Schillerpark. Die von Kindern gewonnenen Sponsoren spenden für jede Runde einen Betrag eigener Höhe.
81 Radfahrer und 19 Läufer hatten sich vorab angemeldet. "Aber es kamen mehr", wühlt Tobias Hünicke von der Startnummerausgabe in den Listen. Nachgemeldet wurde bis zum Startschuss um 15 Uhr. Das Starterfeld wuchs an auf 115. Das Frühlingswetter nennen die Organisatoren um Holm Jacobi vom Förderverein "geradezu ideal". Im Vorjahr hatte brütende Hitze manche tiefe Sorgenfalte in die Stirn gegraben, da die Mädchen und Jungen kaum zu bremsen waren in ihrem Ehrgeiz, möglichst viele Runden zu sammeln. Zur Rallye-Premiere 2007 hatte aufkommender Sturm das Ereignis vorzeitig gestoppt. "Diesmal läuft es am besten", urteilt Runden-Stemplerin Christin, die gemeinsam mit Annika von Beginn an dabei ist hinter den Kulissen und am Wegesrand.
Einen schönen Nachmittag erlebt auch die "medizinische Abteilung" der Johanniter Unfallhilfe, die die Rallye absichert. Mario und Steffi vom Betreuungszug besetzen den komplett ausgestatteten Rettungswagen auf dem Parkplatz in der Schillerstraße. "Wir machen das ehrenamtlich. Passt doch genau in die bundesweiten "Woche des Ehrenamtes", beobachten die Johanniter aufmerksam das Geschehen. Keine Vorkommnisse. Insgesamt 15 Streckenposten sind auf der Radrunde (1 000 Meter) und der Laufrunde (500 Meter) aufgereiht und untereinander stets im Funkkontakt. "Es läuft ruhig."
An der Tombola indes wimmelt es, werden 1 000 Preise - gestiftet von Firmen, Helfern und Vereinen - ausgereicht. Jonathan aus der zweiten ("Igel"-)Klasse packt stolz den neuen Kalender ein und Leonies Mutti trägt ein Playmobil als Hauptgewinn nach Hause. Das "goldene Händchen" für das richtige Los aber hatte Ronja, die zweijährige Schwester. Gespielt? Wird gemeinsam, klar doch.