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Hoffnung für Solarindustrie Hoffnung für Solarindustrie: Chemiepark Bitterfeld-Wolfen beteiligt sich an NexWafe - neues Werk geplant

20.06.2018, 05:00
Der Chemiepark in Bitterfeld-Wolfen
Der Chemiepark in Bitterfeld-Wolfen Kehrer

Bitterfeld - Im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen soll 2019 ein neues Werk zur Herstellung von Siliziumscheiben für Solarpaneele gebaut werden. Die Chemiepark GmbH beteiligt sich dafür finanziell an der NexWafe GmbH.

Das Startup-Unternehmen aus Freiburg (Baden-Württemberg) hat ein völlig neues Verfahren zur Produktion der Silizium-Wafer entwickelt, das ohne Materialverluste auskomme und die Kosten drastisch senke. Denn dabei werden die Silizium-Wafes nicht wie bisher aus einem Kristall gesägt, sondern die Scheibe wächst auf einem Saat-Wafer Schicht um Schicht.

„Wir haben eine sonst nirgendwo verfügbare Technologie, mit der wir Weltmarktführer werden können“

Nach der Pilotproduktion soll spätestens 2020 die Massenproduktion anlaufen. NexWafe investiert dafür in Kooperation gemeinsam mit der hier ansässigen Silicon Products Bitterfeld GmbH einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die neue 250-Mega-Watt-Anlage. Dort sollen allein in der Produktion 70 bis 80 Mitarbeiter eingestellt werden. Schon jetzt hat das Startup-Unternehmen eine anschließende Erweiterung geplant. Denn der Weltmarkt für diese Produkte wachse ständig.

„Wir haben eine sonst nirgendwo verfügbare Technologie, mit der wir Weltmarktführer werden können“, sagt Dr. Stefan Reber, CEO von NexWafe. „Wir sehen in Bitterfeld die idealen Rahmenbedingungen für den Bau unserer Fertigung und haben mit dem Chemiepark und Silicon Products zwei starke Partner, die unsere Vision teilen.“ Patrice Heine, einer der beiden Geschäftsführer der Chemiepark GmbH, sieht das Projekt als großen Erfolg. Man habe sehr für diese Standortentscheidung geworben. „Die Fabrik eröffnet die Chance, dass in Bitterfeld wieder Solartechnik für den Weltmarkt produziert wird.“ (mz/cze)