Friedenslauf von Rom Friedenslauf von Rom nach Wittenberg: Kurzer Zwischenstopp in Bitterfeld

Bitterfeld - Marion Aßmann und Marco Schäfer und viele andere Kollegen der Neubi sind zur Grünen Lunge gekommen, wo halb Bitterfeld auf die Friedensläufer wartet. Denn die machen auf ihrem Weg vom Papst in Rom in die Lutherstadt Wittenberg einen Extra-Stopp dort, wo die Idee für das sportliche Event für Frieden und Verständigung geboren wurde.
Der Verein „Friedenslauf von Rom“ hat sich im vergangenen Jahr in Bitterfeld nämlich eigens dafür gegründet, um die Idee von Freundschaft und gegenseitiger Toleranz im Lutherjahr durch Europa zu tragen.
Mitarbeiter der Neubi feuern Kollegen an
Die Leute der Neubi-Abordnung tragen T-Shirts mit einem Foto. Und das hat seinen Grund. „Das ist unser Kollege“, meint Marion Aßman. „Micki ist die ganze Strecke mitgelaufen.“
Klar, auf ihn warten sie, da sind sie schon stolz drauf. Das Bitterfelder Wohnungsunternehmen hat sich für die Idee des Laufs engagiert und Michael Paterott dafür freigestellt. Eine Geste - alle Achtung.
Auch Boxer Timo Hoffman läuft mit
Von Anfang an in den Laufschuhen steht auch der Boxer Timo Hoffmann aus Eisleben. Und obwohl der Mann tipptopp fit ist und für ihn der Lauf eigentlich auch ein Konditionstraining darstellt, gibt er eine Etappe vorm Ziel lachend zu: „Das ist eine schöne Sache, aber inzwischen tun mir die Knochen weh.
Außerdem ist man nervlich immer angespannt, dann kommt der Zeitdruck dazu. Aber für die Idee, Botschafter nicht nur für Toleranz sondern auch für ein gemeinsames Europa zu sein, lohnt sich das.“
Kurze Verschnaufpause in Bitterfeld
Apropos Zeitdruck. Da hat der Sportler ein schlechtes Gewissen, sagt er. „Vorgestern haben wir eine Kita vergessen - in Osterhausen. Die Kinder hatten sich vorbereitet. Und wir waren nicht da. Das tut mir so leid.“
Viel Zeit zum Erzählen allerdings hat Hoffmann nicht, denn von Bitterfeld aus geht es nach einer ganz, ganz kleinen Verschnaufpause, zu der die Läufer mit einem kleinen Fest begrüßt werden, weiter.
Ziel auf der Luther-Strecke ist Torgau. Der Reformator übrigens kam häufig in die Stadt, denn hier unterstützte nicht nur der Kurfürst, sondern auch eine aufgeschlossenen Bürgerschaft seine Ideen.
Am Montag ist das Ziel erreicht - das sportliche. „Ich denke, für das inhaltliche Ziel müssen wir uns immer wieder engagieren“, so Vereinspräsident Junge. Er gehört nicht nur für diesen Lauf zu den Initiatoren sondern auch für den von 2010, der von Wittenberg nach Rom führte. Da ging es um Spenden für die Krisenregion Kenia.
Gemeinsames Ziel der Läufer
Drei Marathon-Läufer aus diesem afrikanischen Land lebten damals für eine kurze Zeit in Bitterfeld und waren mit dem Laufverein verbunden. „Schon damals ging es uns darum, zu zeigen, dass es nicht auf Hautfarbe und Konfession ankommt, um gemeinsam ein Ziel zu verfolgen“, so Junge. Auch diesmal sind Flüchtlinge im Team.
In Erinnerung wird Timo Hoffmann bleiben, sagt er, wie herzlich die Friedensläufer überall von den Leuten empfangen wurden. „Ob in Italien oder in Deutschland - überall schlug uns echte Begeisterung entgegen. Am schönsten war, als in Eisleben meine beiden Kinder und meine Frau uns empfangen haben.“ (mz)