Friedenseiche am Stadteingang
Wittenberg/MZ/mac. - Wittenberg, darauf verwies Scheurell in seiner Ansprache, sei lange Festungs- und Garnisonsstadt gewesen, die Wittenberger also vertraut mit den Schrecken der Kriege, die jede Generation mindestens einmal zu erleiden gehabt habe. Er erwähnte auch einen Friedensbaum, der nach dem Deutsch-Französischen Krieg in die Erde gebracht wurde. Der ist allerdings wenig pfleglich behandelt worden - erst hat man ihn umgepflanzt und wenig später im Zuge der Vorbereitung auf den Zweiten Weltkrieg zugunsten eines Bunkers ganz beseitigt. Die nun gesetzte Eiche symbolisiere Dauer und Stärke, ihr frisches Grün solle eine Allegorie des Lebens sein, so Scheurell.
Oberbürgermeister Eckhard Naumann (SPD) würdigte insbesondere das private Engagement: "Eingeladen hat hier nicht die Stadt, sondern ein Bürger." Die Kommune sei bekanntlich nicht mehr in der Lage, alles zu leisten. Umso wichtiger dieses Zeichen, dass die sich auftuende Lücke ausgefüllt werde. Symbolische Akte wie das Pflanzen eines Baumes dürften indes nur die eine Seite sein beim Ringen um den Frieden, betonte Naumann. Nicht minder wichtig sei das tägliche Bemühen.