Drillinge in Halle geboren

Drillinge in Halle geboren: Raguhn freut sich mit Marten, Kate und Julius

Halle/Raguhn - Und plötzlich ist der Tagesablauf völlig anders. Das kann Lisa Loppnow aus Raguhn mit gutem Recht sagen. Seit ihre Drillinge Kate, Marten und Julius, die am 24. April im halleschen Universitätsklinikum das Licht der Welt erblickt haben, in dieser Woche zu Hause in Raguhn angekommen sind, hat sich vieles für die Familie ...

Von Michael Maul und Katja Pausch
Die Drillinge Marten, Kate und Julius sind jetzt zu Hause in Raguhn.

Und plötzlich ist der Tagesablauf völlig anders. Das kann Lisa Loppnow aus Raguhn mit gutem Recht sagen. Seit ihre Drillinge Kate, Marten und Julius, die am 24. April im halleschen Universitätsklinikum das Licht der Welt erblickt haben, in dieser Woche zu Hause in Raguhn angekommen sind, hat sich vieles für die Familie verändert.

Es herrscht richtig Leben in der Bude, wie man so sagt. Doch nicht nur der Tagesablauf von Mutter Lisa hat sich gravierend gewandelt, auch der Rest der Familie ist in die Betreuung eingebunden. Jeder hat seine Aufgabe, auch wenn Mutter Lisa die Hauptlast zu tragen hat.

„Einen großen Bahnhof gab es bei uns nicht, als die Kinder Einzug gehalten haben“, erzählt die Oma, die der jungen Familie zur Seite steht. Geschenke habe lediglich der zweijährigen Bruder Lennert bekommen, die die Mutter zuvor für ihn gebastelt hat, damit er sich nicht vernachlässigt fühlt. „Wir hatten nicht mit so viel Nachwuchs auf einmal gerechnet,“ sagt Lisa Loppnow. Aber als Eltern seien sie „sehr dankbar für jedes unserer Kinder“ und dafür, dass alle gesund und munter sind. „An einen ruhigen Tagesablauf oder gar eine durchgeschlafene Nacht kann momentan allerdings keiner denken“, so die Mutter der Drillinge. Alle vier Stunden müssen die Säuglinge gefüttert werden. Und das möglichst gleichzeitig. Das sei schon so etwas wie Schwerstarbeit und erfordere vor allem jede Menge Organisation.

„Die beiden Jungen und das Mädchen sind kerngesund und mit einem für Drillinge sehr ordentlichen Gewicht zur Welt gekommen. Nach der Geburt haben wir sie noch ein paar Tage im Universitätsklinikum versorgt, damit sie an Gewicht zulegen“, erzählt Oberarzt Volker Thäle von der Uniklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in Halle (UKH). Kate und Julius durften mit 2.090 Gramm beziehungsweise 2.170 Gramm eine Woche früher als ihr Bruder Marten nach Hause. Aber auch er hat gut drei Wochen nach seiner Geburt zugelegt und ist nun bei seinen Geschwistern in Raguhn.

Kate, Marten und Julius übrigens sind die dritten Drillinge, die in diesem Jahr im Klinikum in Halle zur Welt kamen. (mz)