Denkmal zur Erinnerung an Chemieunglück Denkmal zur Erinnerung an Chemieunglück: Stadt Bitterfeld-Wolfen sucht noch Sponsoren für Umsetzung

Bitterfeld - Die zentrale Gedenkstätte, die an die verheerende Chemiekatastrophe am 11. Juli 1968 erinnern soll, bekommt ein Denkmal. Der Geschäftsführer der Maba Spezialmaschinen GmbH, Dennis Wronski, hat jüngst der Öffentlichkeit einen Entwurf präsentiert.
Demnach will er einen 2,20 Meter hohen Edelstahlzylinder, der einen Autoklaven darstellen soll, zwischen dem Hauptverwaltungsgebäude des Chemieparks und dem Metalllabor in der Zörbiger Straße errichten. Durch so einen Druckbehälter kam es damals zu einer Explosion im Werk Süd des EKB, mehr als 40 Menschen starben.
Ihre auf Messingschilder gravierten Namen sollen auf dem Denkmal angebracht werden. Es soll am 11. Juli 2019 - also 51 Jahre nach dem Unglück - zusammen den Zeitzeugen Reinhard Strobel, Peter Krüger und Helmut-Jürgen Rothe eingeweiht werden.
Anlässlich des 50. Jahrestags kam der Ruf nach einem zentralen Ort des Gedenkens auf
Um das Vorhaben umzusetzen, sucht die Stadt Bitterfeld-Wolfen noch nach Sponsoren. Die Maba Spezialmaschinen GmbH hat bereits zugesagt, einen Teil der Gesamtsumme in Höhe von knapp 30.000 Euro zu übernehmen.
Anlässlich des 50. Jahrestags im vergangenen Jahr kam während der Gedenkveranstaltung der Ruf nach einem zentralen Ort des Gedenkens auf. Die Katastrophe gilt als das schlimmste Chemieunglück in der Geschichte der DDR. Neben den vielen Toten gab es damals auch Hunderte Verletzte. Die Überlebenden setzen sich seit Jahren dafür ein, dass es einen Ort des Erinnerns an die Opfer gibt. (mz/dop)
Spenden kann man unter: Stadt Bitterfeld-Wolfen, IBAN: DE 71 8005 3722 0034 0040 73, Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld, Vermerk: „Spende Gedenkstätte Chemieunfall 1968“.