Bauarbeiten auf der A9

Bauarbeiten auf der A9: Großbaustelle zwischen Wolfen und Dessau-Süd wirft ihre Schatten voraus

Wolfen - Die künftige Großbaustelle zur Sanierung der Autobahn 9 Richtung München zwischen Dessau-Süd und Bitterfeld-Wolfen wirft ihre Schatten voraus. Schon jetzt müssen Autofahrer an den Anschlussstellen mit Engpässen leben. Denn hier haben vorbereitende Bauarbeiten begonnen, damit im Sommer der Verkehr sicherer rollen ...

Von Frank Czerwonn 06.04.2017, 05:00

Die künftige Großbaustelle zur Sanierung der Autobahn 9 Richtung München zwischen Dessau-Süd und Bitterfeld-Wolfen wirft ihre Schatten voraus. Schon jetzt müssen Autofahrer an den Anschlussstellen mit Engpässen leben. Denn hier haben vorbereitende Bauarbeiten begonnen, damit im Sommer der Verkehr sicherer rollen kann.

Einfädelspuren statt Stopp-Schild an den Autobahnauffahrten

„Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als die Fahrbahn gen Berlin saniert wurde, wollen wir dieses Mal richtige Einfädelspuren anbieten“, sagt Fachbereichsleiter Christoph Krelle vom Regionalbereich Süd der Landesstraßenbaubehörde.

2016 gab es diese Spuren an den Auffahrten Bitterfeld-Wolfen und Dessau-Süd nicht. Auffahrende Autofahrer mussten deshalb halten und auf eine Lücke im Autobahnverkehr warten. Das erhöhte die Unfallgefahr.

Zusätzliche Spur wird neben der Autobahn errichtet

In diesem Jahr rücken während der künftigen Großbaumaßnahme die Fahrstreifen zwar erneut nach rechts auf die reguläre Einfädelspur und den Standstreifen. „Doch rechts davon bauen wir extra noch eine neue Spur zum Auffahren“, so Krelle. An der Auffahrt Wolfen wird diese schon gebaut, nächste Woche beginnen zudem die Arbeiten in Dessau-Süd - jeweils in Richtung Berlin. Denn über diese bereits erneuerte Richtungsfahrbahn wird ab 1. Juni der komplette Autobahnverkehr rollen.

Der Bau dieser zusätzlichen Spuren, die etwa 80 Meter lang sein werden, führt zu Behinderungen. Denn um die notwendige Baufreiheit zu schaffen, wird die Fahrbahn mit Warnbaken auf zwei Spuren reduziert. Die Einengung ist rund 500 Meter lang. Dort gilt Tempo 60.

Landesstraßenbaubehörde: „Wir befürchten dort keine Staus“

Insgesamt rechnet Krelle mit einer Bauzeit von bis zu vier Wochen. „Denn auch wenn es nur ein zeitweiliges Provisorium ist, muss es doch den Lkw-Verkehr tragen.“ Deshalb seien eine Deckenbindeschicht und eine Tragschicht nötig.

Krelle versichert, dass die Auffahrten jederzeit genutzt werden können. Auch mit größeren Auswirkungen auf die Autofahrer rechnet er nicht. „Wir befürchten dort keine Staus, denn es sind ja zwei Spuren frei. Aber vielleicht kommt es Freitagnachmittags mal zu zähfließendem Verkehr.“ (mz)