Arbeit am neuen Herz des Ortes

Arbeit am neuen Herz des Ortes: Landgaststätte in Löberitz ist kaum wiederzuerkennen

Löberitz - Die Arbeiten dauern länger als ursprünglich geplant. Doch Unterstützung gibt es von vielen Seiten.

Von Andrea Dittmar 06.04.2021, 10:00

Die Theke verrät noch die ehemalige Nutzung. Die Empore ist verschwunden, der Fußboden nackt. Die ehemalige Landgaststätte in Löberitz ist kaum wiederzuerkennen und begrüßt Gäste in diesen Tagen reichlich kalt. Das hat natürlich Gründe: Seit Herbst 2020 läuft der Umbau zur Turnhalle sowie den künftigen Vereinsräumen für den Ort.

Ende Juli diesen Jahres sollen die Bauarbeiten beendet sein – nachdem der ursprüngliche Termin nicht eingehalten werden konnte. Dafür läuft nun alles mit Hochdruck - „als nächstes sind Estricharbeiten geplant“, erklärte Rainer Müller vom Zörbiger Bauamt bei der Beratung auf der Baustelle.

Neue Türen müssen ebenfalls noch eingesetzt werden, auch die Sanitäranlagen sind noch in Arbeit. Dafür stehen in der neuen Küche bereits die Geräte. Auch die bereits erwähnte Schanktheke behält in der neuen Mehrzweckhalle ihren Platz. Das gesamte Gebäude soll außerdem behindertengerecht zugänglich sein. Die Umkleiden für die Lehrer beziehungsweise Betreuer, Damen und Herren sind ebenfalls noch in Arbeit.

Das Bild „Gruß aus Löberitz“ soll erhalten bleiben

Die Löberitzer haben sich in vielen Arbeitsstunden ebenfalls eingebracht und etwa beim Abriss der alten sanitären Anlagen sowie der Entkernung der Empore des Landgasthofs geholfen. Das Holz, das dabei aus der Gaststätte geholt wurde, wird zum Teil wiederverwendet. Eine neue Terrassenüberdachung entsteht daraus im Hof des zukünftigen Mehrzweckgebäudes.

Das Bild „Gruß aus Löberitz“, welches die Wand um die ehemalige Bühne ziert, soll auch nach dem Umbau noch zu sehen sein, erklärte Müller. Zwar werde eine Prallschutzwand bis in zwei Metern Höhe alles verschwinden lassen, aber die Ortsansicht bleibt bestehen.

Ein Feld für Experten hat sich bei den Bauarbeiten ebenfalls aufgetan

Ganz zum Schluss wird der Sportboden verlegt, das dauere etwa sechs bis sieben Wochen. Neben dem Schulsport sollen auch Vereine künftig in der Mehrzweckhalle trainieren können. Um etwa die Netze der Volleyballer anzubringen, werden Stangen gebraucht - auch deren Platz auf dem künftigen Hallenboden wird bereits geplant.

Ein Feld für Experten hat sich bei den Bauarbeiten ebenfalls aufgetan: Der ehemalige Landgasthof ist ein Wellerlehmbau. Das Netzwerk Golehm, eine Kooperation der Martin-Luther-Universität Halle mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, überprüfte am Dienstag die Bausubstanz. Mit ins Boot geholt hatte sie Ortsbürgermeister Andreas Daus (CDU). (mz)