Handball

SV Anhalt Bernburg darf zurück in die Bruno-Hinz-Halle

Wie der sportliche Leiter Claus Luther die vergangenen Wochen einschätzt und wie es in Zukunft weitergeht.

Von Sebastian Möbius 12.05.2022, 10:07
Klebrige Hände und Harz am Ball wird es für Wappiche-Trainer Claus Luther ab Freitag wieder in der Bruno-Hinz-Halle in Bernburg geben.
Klebrige Hände und Harz am Ball wird es für Wappiche-Trainer Claus Luther ab Freitag wieder in der Bruno-Hinz-Halle in Bernburg geben. Foto: Sebastian Möbius

Bernburg/MZ - Mitte März war Schluss mit Handball in der Bruno-Hinz-Halle in Bernburg. Der Salzlandkreis beschloss zusammen mit der Stadtverwaltung Bernburg, die Halle in eine Aufnahmeeinrichtung für ukrainische Flüchtlinge umzuwandeln. Da sie jedoch bis Anfang Mai nicht genutzt werden musste, beschloss die Stadtverwaltung zusammen mit dem Kreis am vergangenen Donnerstag den Abbau. „Es müssen nur noch ein paar Gegenstände rausgeräumt werden und dann wird noch einmal gründlich der Boden gereinigt“, sagt Claus Luther, sportlicher Leiter des SV Anhalt Bernburg.

Derby am Wochenende

Er startet dann als Übungsleiter am Freitag wieder ins Training mit der zweiten Mannschaft. Die „Wappiche“ empfangen am Samstag um 17 Uhr vor heimischer Kulisse die Zweitvertretung der Handballer aus Staßfurt zum Salzland-Derby. „Ich hoffe auf zahlreiche Zuschauer bei diesem wichtigen Spiel“, so Trainer Claus Luther. Neben der Vorfreude aufs Derby ist er auch wieder glücklich darüber, mit Harz trainieren zu dürfen. „In der Eichenwegsporthalle und an der Töpferwiese war es aus verschiedensten Gründen nicht möglich“. Ein Training ohne Harz bedeute einen qualitativen Abfall. „Mehre Wochen konnten wir auf keinem guten Niveau üben. Ohne Harz sind keine guten Ballabgaben oder trickreiche Würfe möglich. Das waren unprofessionelle Bedingungen für unsere Profis der ersten Mannschaft“, so Luther. Zudem ist geplant, das Training der Erstvertretung wieder intensiver zu gestalten. „Kommenden Montag steigen die Jungs wieder voll ein und bekommen Ende Juli noch einmal eine kurze Pause zur Regeneration, ehe es am 1. Juli mit der Saisonvorbereitung losgeht“, sagt Luther.

Vorfreude auf kommende Saison

Doch Zeit zum Verschnaufen gibt es für Claus Luther nicht. Da die Bruno-Hinz-Halle in den vergangenen Wochen nicht für Heimspiele genutzt werden konnte und die Eichenwegsporthalle regelmäßig von den Basketballern und Tischtennisspielern belegt war, mussten einige Heimspiele geschoben werden. „Wir sind jetzt bis Ende Juni im Spielbetrieb und haben noch fünf Heimspiele.“ Hinzu kommt, dass den „Wappichen“ aktuell nur ein Rumpfkader zur Verfügung steht. „Stand jetzt streife ich mir am Samstag noch einmal das Trikot über und spiele selbst“, sagt Luther schmunzelnd.

Bis zum Saisonstart der ersten Männermannschaft im Herbst ist es noch ein Weilchen. Aber die Weichen werden bereits jetzt gestellt: „Zwei Rückraumspieler und ein Torwart sollen definitiv noch kommen“, teilt der sportliche Leiter mit. Zudem wird es wieder einmal eine Neueinteilung der Staffeln geben. „Ob wir Nord- oder Ost-Staffel spielen, wird sich erst noch zeigen. Wir müssen uns überraschen lassen“, sagt er. Und wenn im Herbst die ersten Heimspiele anstehen, hofft er wieder auf eines - eine volle Halle: „Ich möchte, dass wir wieder eine Hinz-Hölle haben. Die Gegner sollen Angst vor der lautstarken Kulisse bekommen“, so Luther. Eine Möglichkeit darauf besteht aktuell. Die Corona-Regeln wurden weitestgehend zurückgefahren und volle Hallen sind wieder vorstellbar.

„Bei den Bernburgern ist es ganz einfach. Wenn du einen Besucher beim Heimspiel mit der Stimmung überzeugst, dann bleibt er Fan und kommt auch wieder“, so Luther.